Charité Qualitätssicherung für Studium und Lehre: auf einem Flipchart steht das Wort "Lösung" und durchgestrichen das Wort "Problem"

Externe Bewertung

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Systemakkreditierung

Charité Qualitaetssicherung: Logo "Systemakkreditierung"

Die Charité ist die erste deutsche Medizinische Fakultät, die sich im Bereich Studium und Lehre der externen Begutachtung des Qualitätsprozesses unterzog. Das mehrstufige Verfahren der Systemakkreditierung entspricht einer vergleichenden Bestandsaufnahme, die einerseits die Wirksamkeit der Strukturen und Prozesse im Bereich Studium und Lehre überprüft und andererseits das Ausrollen und die Übertragung innovativer Elemente auf weitere Lehr- und Lernprozesse unterstützt.
Die Fakultät setzt umfangreiche Qualitätssicherungsinstrumente von quantitativen, fragebogenbasierten Evaluationen bis hin zu qualitativ-diskursiven Peer-Reviews erfolgreich um. Das System berücksichtigt die Anforderungen der landesrechtlichen Vorgaben des BerlHG, des UniMedG sowie die speziellen Regelungen der KapVO und der LVVO, die European Standards and Guidelines for Quality Assurance in Higher Education, die Vorgaben der Kultusministerkonferenz (KMK) und die Kriterien des Akkreditierungsrates. Grundsätzlich wird Qualitätssicherung und -weiterentwicklung als kontinuierlicher und unterstützender Ablauf für die Kernaufgaben der Lehre verstanden, der auf dem iterativen vierphasigen Shewhart Cycle (PDCA-Zyklus) beruht.

Ablauf

Systemakkreditierung Verfahrensablauf Charité
Systemakkreditierung Verfahrensablauf Charité

Das Verfahren der Systemakkreditierung wurde in Zusammenarbeit mit der Akkreditierungsagentur für den Bereich Gesundheit und Soziales (AHPGS) umgesetzt und folgte dem in Abbildung dargestellten Zeitplan. 2014 legte die Charité im Rahmen der Vorprüfung plausibel dar, dass ein vereinheitlichtes Qualitätssicherungssystem implementiert ist. Die AHPGS stellte am 4. März 2014 aufgrund der eingereichten Unterlagen fest, dass die Voraussetzungen zur Zulassung zum Verfahren der Systemakkreditierung erfüllt sind.
In Vorbereitung auf die erste externe Begehung dokumentierte die Fakultät den Ist-Stand sowie die Selbsteinschätzung der Stärken und Herausforderungen angewandter Qualitätssicherungsinstrumente.

Am 4. Oktober 2014 wurden durch die Kommission Systemakkreditierung der AHPGS die Gutachter* Dr. Rolf Heusser, Professor Dr. Dr. Uwe Koch, Professor Dr. Martin Fischer, Professorin Dr. Beate Schücking, Professorin Dr. Marie-Luise Dierks, Herr Max Dilger und Herr Kai-Thorben Selm berufen. Darüber hinaus wurden beide Begehungen durch folgende Beisitzer begleitet: Professor Dr. Reinhold R. Grimm, Agnes Leinweber, Professor Dr. Jürgen von Troschke, Birgit Kainz.

Erste Begehung am 4. Dezember 2014: Das Gutachtergremium führte getrennte Gespräche mit Vertretern der Fakultätsleitung, des Fakultätsrats, des Fakultätspersonalrats, der zentralen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, den Verantwortlichen der Qualitätssicherung, den Studiengangsleitungen und der Verwaltung sowie mit Lehrenden und Studierenden. Mit Abschluss der ersten Begehung informierten die Gutachter die Fakultät über die für die Stichprobe ausgewählten Merkmale und über die für die zweite Begehung nachzureichenden Unterlagen. Ziel der Stichprobenprüfung war es zu untersuchen, ob anhand relevanter Merkmale der Studiengangsgestaltung, der Durchführung von Studiengängen und der Qualitätssicherung, die angestrebten Wirkungen der Qualitätssicherungsinstrumente auf Studiengangsebene nachweisbar eintreten. Folgende Merkmale der Stichprobe wurden ausgewählt:

  • Prüfungswesen
  • Evaluation (Statistik, Instrumente, Umsetzung, Rücklauf, Ergebnisse, Maßnahmen)
  • hochschuldidaktische Qualifikation der Lehrenden

Die nachgeforderten Unterlagen sowie die Dokumentation der drei Merkmalsstichproben wurden durch die Fakultät am 7. Mai 2015 eingereicht.

Zweite Begehung am 10. und 11. Juni 2015: Diese Begehung diente der kritischen Analyse der vorgelegten Unterlagen sowie der Durchführung der drei Merkmalsstichproben. Die Gutachter und Gutachterinnen führten, angelehnt an die erste Begehung, getrennte Gespräche mit Vertreter der Leitungsebene der Fakultät, der Gremien, des Prodekanats für Studium und Lehre, den Studiengängen sowie den Lehrenden, Studierenden und Beauftragten durch.

* Im Folgenden sind alle Geschlechter angesprochen.

Ergebnisse

Charité Qualitaetssicherung: Logo "Systemakkreditierung"

Das externe Gutachtergremium empfahl der Akkreditierungskommission das Aussprechen der Sys-temakkreditierung ohne Auflagen, für die Dauer der maximal möglichen sechs Jahre, bis 30.09.2021.

Akkreditierung der Studiengänge

Charité Qualitaetssicherung: Logo "Programm akkreditiert"

Im Rahmen der Systemakkreditierung realisiert die Medizinische Fakultät der Charité seit 2013 eigenverantwortlich und auf Grundlage festgelegter Standards, alle drei Jahre die Bewertung ihrer Studiengänge durch externe Gutachtergremien. Abweichungen hiervon betreffen die Konzeptakkreditierung bzw. können eintreten, wenn eine (Re-)Akkreditierung für einen eingeschränkten Zeitraum ausgesprochen wurde, die eine erneute Begutachtung innerhalb von einem bis zwei Jahren empfiehlt. Die akkreditierten Studiengänge können im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit das Logo des Akkreditierungsrates sowie das von der Charité entwickelte Logo verwenden.

Verfahren

Charité Qualitätssicherung

Die Charité bestellt unbefangene Gutachter* mit hoher fachlicher Reputation sowie hochschulrelevantem Strukturwissen, die eine Bewertung der fachlichen und psychosozialen, studienstrukturellen und formalen Aspekte gewährleisten.

Des Weiteren wird eine hinreichende Einbeziehung weiblicher und männlicher Experten sichergestellt. Zu den jeweiligen Gutachtergremien gehören Professoren, Wissenschaftler, Lehrende sowie Studierende und Berufspraxisvertreter. Die Gremien setzen sich aus mindestens vier Gutachtern zusammen und wählen im Rahmen ihrer Zusammenarbeit einen erfahrenen Experten als Leadgutachter. Dieser übernimmt in Absprache mit den Kollegen die Moderation der Gesprächssequenzen und ist Hauptansprechpartner im Rahmen der Erstellung des Gutachterberichtes.

Ausgangspunkt des Akkreditierungsprozesses sind die Selbstbeurteilungsberichte der Studiengänge. Ziele der Selbstbeurteilung sind die Bereitstellung einer Begutachtungsgrundlage für die externen Gutachter zur Dokumentenprüfung, die selbstkritische Überprüfung der Leistungen der Fakultät und des Studiengangs sowie das Initialisieren von Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität in der Lehre. Der Selbstbeurteilungsbericht ist kategorisiert und ermöglicht die Bewertung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität innerhalb der Studiengänge. Für jede Kategorie sind Standards festgelegt, deren Umsetzungsgrad von den externen Gutachtergremien bewertet wird. Stärken, Herausforderungen und Perspektiven werden vom Studiengang kategorienbezogen zusammengefasst und konkrete Verbesserungsmaßnahmen können formuliert werden.

Auf Grundlage der Dokumentenprüfungen durch die Gutachter findet das Vorbereitungsgespräch des Gremiums statt. Ziel ist die Priorisierung der Schwerpunktthemen für die darauffolgende Vor-Ort-Begehung. Sowohl die Ergebnisse der Dokumentenprüfungen als auch die Ergebnisse der Gesprächssequenzen der Begehung fließen in den Gutachterbericht ein und sind die Voraussetzung für die Formulierung von potentiellen Auflagen und Empfehlungen sowie die Akkreditierungsempfehlung der Gutachtergruppe. Nach Freigabe des Gutachterberichtes durch den Prodekan wird dieser an den Studiengang weiter geleitet. Die Verantwortlichen haben die Möglichkeit ggf. eine Stellungnahme abzugeben, aus der sich mögliche Änderungen des Gutachterberichts ergeben können. Die finale Version des Gutachterberichts wird im Intranet der Charité und auf der Website veröffentlicht.

* Im Folgenden sind alle Geschlechter angesprochen.

Planungsablauf und Ergebnisse

Modellstudiengang Medizin

Gutachtergremium

  • Reakkreditierung: Dr. Rolf Heusser, Prof. Dr. Martin Fi-scher, Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus, Prof. Dr. Martina Kadmon, Johanna Zechmeister und Marco Brücke
    Gast: Barbara Schulte (Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung)

    Akkreditierungszeitraum: 20.10.2017 bis 20.10.2020

    Gutachterbericht (PDF)
    Selbstbeurteilungsbericht (PDF)

Zahnmedizin

Gutachtergremium

  • Eine Reakkreditierung erfolgte bisher nicht.

Bachelor Gesundheitswissenschaften

Gutachtergremium

Master of Science Applied Epidemiology

Gutachtergremium

Master of Science in Cerebrovascular Medicine

Gutachtergremium

Master of Science Health Professions Education

Gutachtergremium

Master of Science Public Health (konsekutiv)

Gutachtergremium

  • Reakkreditierung:

    Akkreditierungszeitraum: Planung Oktober 2018

Master of Science Epidemiologie und Master of Science Public Health

Gutachtergremium

Master of Science International Health

Gutachtergremium

Master of Science Medizinische Neurowissenschaften

Gutachtergremium

Master of Science Molecular Medicine

Gutachtergremium