Berliner Hochschulgesetz (BerlHG)

 Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte

§ 11 Abs. 1 Allgemeine Hochschulzugangsberechtigung (HZB)

  • Bundes- oder landesrechtlich geregelte, abgeschlossene Aufstiegsfortbildung (mindestens 400 Unterrichtsstunden) z. B. Meister, Gestalter, Techniker, Fachwirt, Fachkaufmann, Betriebswirte
  • Fachschulausbildung an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Fachschule im Sinne der Rahmenvereinbarung über Fachschulen oder eine vergleichbare Ausbildung in einem anderen Bundesland
  • eine der o. g. Aufstiegsfortbildungen vergleichbare Qualifikation im Sinne des Seemannsgesetzes
  • eine der o. g. Aufstiegsfortbildungen vergleichbare Qualifikation aufgrund einer landesrechtlich geregelten Fortbildungsmaßnahme für Berufe im Gesundheitswesen sowie im sozialpflegerischen oder pädagogischen Bereich erworben

Die Bewerbung erfolgt ausschließlich bei der Stiftung für Hochschulzulassung bis 15. Januar zum Sommersemester und bis 31. Mai bzw. 15. Juli für das Wintersemester.


§ 11 Abs. 2 Allgemeine Hochschulzugangsberechtigung (HZB)

Über eine fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung mit fachlichem Bezug zum Studiengang verfügen beruflich Qualifizierte unter folgenden Voraussetzungen:

  • eine der Berufsausbildung anschließende, mindestens dreijährige Vollzeit-Berufstätigkeit im erlernten Beruf


Hinweise

  • bei Teilzeitbeschäftigten erhöht sich die Mindestdauer der Berufstätigkeit
  • Zeiten einer Freistellung aufgrund von Mutterschutz, Elternzeit oder Pflegezeit werden jeweils angerechnet, höchstens jedoch im Umfang von einem Jahr

Die Bewerbung erfolgt ausschließlich bei der Stiftung für Hochschulzulassung bis 15. Januar zum Sommersemester und bis 31. Mai bzw. 15. Juli für das Wintersemester.


§ 11 Abs. 3 Allgemeine Hochschulzugangsberechtigung (HZB)

Über eine fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung ohne fachlichen Bezug verfügen beruflich Qualifizierte unter folgenden Voraussetzungen:

  • durch Bundes- oder Landesrecht geregelte mindestens zweijährige abgeschlossene Berufsausbildung, die dem beabsichtigten Studium fachlich nicht ähnlich ist
    und
  • eine der Berufsausbildung anschließende, mindestens dreijährige Vollzeit-Berufstätigkeit im erlernten Beruf


Hinweise

  • bei Teilzeitbeschäftigten erhöht sich die Mindestdauer der Berufstätigkeit
  • Zeiten einer Freistellung aufgrund von Mutterschutz, Elternzeit oder Pflegezeit werden jeweils angerechnet, höchstens jedoch im Umfang von einem Jahr

Mit einer fachgebundenen Hochschulzugangsberechtigung ohne fachlichen Bezug können Sie sich für einen Studiengang bewerben, der Ihrer Ausbildung fachlich nicht ähnlich ist. Hierbei muss jedoch eine  Zugangsprüfung abgelegt werden.

Den Antrag auf Feststellung der Hochschulzugangsberechtigung nach § 11 Abs. 3 BerlHG finden Sie hier.
Die Antragsfrist für die Feststellung der Hochschulzugangsberechtigung ohne fachlichen Bezug endet am 30. April des Jahres!
 
Bitte beantragen Sie die Feststellung der Hochschulzugangsberechtigung per Post
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
Referat für Studienangelegenheiten
Zulassungsbüro
Charitéplatz 1
10117 Berlin

Die Bewerbungsunterlagen können auch persönlich zu den Sprechzeiten (Hannoversche Str. 19, 3. Etage, Raum 071) bei Frau Bednareck / Frau Gütschow abgegeben werden.
 
Sprechzeiten:
Dienstag: 9:30 – 12:30 Uhr und 13:30 – 16:00 Uhr
Donnerstag, Freitag: 9:30 – 12:30 Uhr
 
Bitte informieren Sie sich über Schließzeiten des Zulassungsbüros unter News
http://campusnet.charite.de/
 
Informationen zur Zugangsprüfung                                                                                
Prüfungszeitraum: jährlich im Juni
Prüfungsort: Studienkolleg der Freien Universität Berlin

Nach Prüfung Ihrer Bewerbungsunterlagen melden wir Sie zur Zugangsprüfung an. Den genauen Termin der Prüfung entnehmen Sie bitte unserem Einladungsbrief oder der Internetseite der Freien Universität.
 
Beratung zum Inhalt und zur Vorbereitung auf die Zugangsprüfung
Voraussetzung für die Teilnahme an einer Beratung oder einem Vorbereitungskurs ist eine Bescheinigung von der CharitéUniversitätsmedizin Berlin, dass Sie die Zugangsprüfung für die Bewerbung benötigen. Wiederholer können ohne Bescheinigung teilnehmen.

Die Zugangsprüfung besteht immer aus zwei Fächern: Biologie und Chemie. Beide Fächer werden an einem Tag geprüft. Die Prüfung dauert zwei Stunden. Beide Prüfungen müssen mindestens mit der Note 4,3 bestanden sein. Wer eine Prüfung nicht besteht, ist insgesamt durchgefallen.

Nach erfolgreicher Absolvierung der Zugangsprüfung stellen wir Ihnen eine Bescheinigung zur Bewerbung aus, die Sie für Ihre Bewerbung bei Hochschulstart einreichen müssen. Erstmalig kann die Bewerbung zum Wintersemester des Jahres bis 15. Juli erfolgen.  In den folgenden Semestern endet die Bewerbungsfrist für das Sommersemester am 15. Januar bzw. für das Wintersemester am 31. Mai d. J.

Wiederholung der Prüfung
Ist die Zugangsprüfung nicht bestanden, so kann sie einmal wiederholt werden. Waren Teilprüfungen nicht bestanden, so sind sie auf Antrag der Bewerberin oder des Bewerbers auf die Wiederholungsprüfung anzurechnen.
Die Wiederholungsprüfung kann frühestens nach einem Jahr abgelegt werden.
Wenn die erste Wiederholungsprüfung nicht bestanden wird, ist die Zugangsprüfung endgültig nicht bestanden.

Sie können in einem Jahr an den Zugangsprüfungen unterschiedlicher Bundesländer teilnehmen! Zugangsprüfungen aus anderen Bundesländern gelten nicht in Berlin!

Notenberechnung:
Durchschnittsnote aus dem Mittel der Ausbildungszeugnisnote und der Note der Zugangsprüfung

Wartezeitberechnung:
Wartezeit kann ab dem Jahr gesammelt werden, in dem die Zugangsprüfung bestanden wurde!


§ 11 Abs. 4 „einjähriges Hochschulstudium in einem anderen Bundesland“

Aus § 11 Abs. 4 BerlHG ergibt sich eine eigenständige Hochschulzugangsberechtigung.

§ 11 Abs. 4 BerlHG ist nur für Fälle relevant, in denen der Hochschulzugang allein aufgrund besonderer Länderregelungen erfolgt ist, die über die Berliner Zugangsregelungen des § 11 Abs. 1 und Abs. 2 BerlHG hinausgehen. In allen anderen Fällen ergibt sich das Zugangsrecht bereits aus § 11 Abs. 1 oder 2 BerlHG. Um sicherzustellen, dass das Studium an einer Berliner Hochschule mit hinreichenden Erfolgsaussichten fortgesetzt werden kann, ist ein Hochschulwechsel nach Berlin in den Fällen des § 11 Abs. 4 BerlHG an das Vorliegen eines mindestens einjährigen erfolgreichen Studiums geknüpft.

Das Hochschulzugangsrecht betrifft nur die Frage, ob jemand grundsätzlich in bestimmten Fächern an einer Hochschule studieren darf (abstrakte Betrachtung). Eine andere Frage ist es, ob eine Studienbewerberin oder ein Studienbewerber mit einer Hochschulzugangsberechtigung das Wunschstudium an der bevorzugten Hochschule tatsächlich aufnehmen kann (konkrete Betrachtung).

In Studiengängen, in denen sich eine größere Zahl an Zugangsberechtigten um ein Studium bewirbt als Studienplätze vorhanden sind, entscheidet im Ergebnis das Zulassungsverfahren darüber, wer das entsprechende Studium beginnen kann.
Studienbewerberinnen und Studienbewerber sind daher gut beraten, sich über die Studienangebote mehrerer Hochschulen zu informieren. Das Zulassungsverfahren wird in § 11 BerlHG nicht behandelt. Nähere Informationen zum Zulassungsverfahren erhalten Sie bei den einzelnen Hochschulen sowie unter folgender Internetadresse: www.studieren-in-bb.de

Es ist ausgeschlossen, dass Sie sich mit dieser Hochschulzugangsberechtigung an der CUB bewerben, da für die Bewerbung in ein höheres Fachsemester konkrete Leistungsnachweise vorgelegt werden müssen.