Veranstaltung

10.12.2015

VERBORGENE WUNDEN

Zurück zur Übersicht

Sie befinden sich hier:

Fach- und Laienpublikum

Spätfolgen politischer Traumatisierung in der DDR und ihre transgenerationale Weitergabe

Mehr als 25 Jahre nach dem Mauerfall streiten ehemals politisch Verfolgte noch immer um einen angemessenen Umgang mit den Folgeschäden der SED-Diktatur. Mit den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen wurde der erste Schritt zur Aufarbeitung vollzogen.

Dennoch üben zahlreiche Opferverbände Kritik an zu geringen Rentenzahlungen, Defiziten in den Anerkennungsverfahren von haft- und verfolgungsbedingten Gesundheitsschäden und gesellschaftlichen Verharmlosungstendenzen und fordern Nachbesserungen.

Im vorliegenden Buch wird eine umfassende Einordnung der Spätfolgen politischer Traumatisierung in der ehemaligen DDR vorgenommen.
Namhafte Expertinnen und Experten äußern sich zu Problemen in der aktuellen Begutachtungspraxis psychischer Traumafolgestörungen sowie zu Besonderheiten der Behandlung im Bereich psychoanalytischer Therapie, Verhaltenstherapie und alternativer Traumatherapiemethodik. Erstmals werden auch die Auswirkungen politischer Verfolgung auf die Familie und die Nachkommen der Opfer in den Fokus der Betrachtung gerückt.

Mit Beiträgen von Karl-Heinz Bomberg, Doris Denis, Ruth Ebbinghaus, Alexandra Evers, Jörg Frommer, Bettina Kielhorn, Stefanie Knorr, Erika Kunz, Frank-Dietrich Müller, Freihart Regner, Carsten Spitzer und Stefan Trobisch-Lütge.

Karl-Heinz Bomberg, Dr. med., ist Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Anästhesie und  Intensivmedizin. Er arbeitet als Psychoanalytiker in eigener Praxis, ist Dozent, Lehranalytiker, Supervisor und verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit der Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalyse und Psychotherapie Berlin (APB). Zudem ist er Liedermacher.

Stefan Trobisch-Lütge, Dr. phil., Dipl.-Psych., ist Psychologischer Psychotherapeut, Psychoanalytiker und Traumatherapeut (EMDR) in eigener Praxis sowie Lehrtherapeut am Institut für Psychologische Psychotherapie und Beratung Berlin. Er ist Mitbegründer und seit 1998 Leiter der Beratungsstelle Gegenwind für politisch Traumatisierte der SED-Diktatur in Berlin.

Christoph Seidler, PD Dr. med., ist Facharzt für Nervenheilkunde, Psychoanalytiker
und Gruppentrainer; Dozent, Lehranalytiker, Supervisor; Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalyse und Psychotherapie Berlin (APB e.V.).

Organisatorisches

Referenten:

Karl-Heinz Bomberg

Veranstalter:

Charité Berlin

Zeit:

10. Dezember 2016, 16.00 Uhr

Ort:

Charité CCM, Hörsaal Alte Nervenklinik,
Bonhoefferweg 3, 10117 Berlin

Downloads

Kontakt

Dr. med. Christiane Montag
Ltd. Oberärztin
Psychiatrische Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig Krankenhaus
Große Hamburger Str. 5-11
10115 Berlin
t: +49 30 2311 2969
f: +49 30 2311 2929
Email: christiane.montag[at]charite.de

Zurück zur Übersicht