Pressemitteilung

19.12.2018

Zwischen Wissenschaft und bildender Kunst: Ausstellung zu Sexualität und Paarbindung in der Hörsaalruine

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Projekt des Instituts für Sexualmedizin und der Wilhelm von Humboldt Stiftung

Gibt es ein universelles menschliches Bedürfnis nach einer Verbindung als Paar? Ist dieser Wunsch unabhängig von Geschlechterrollen und sexuellen Identitäten? Das Institut für Sexualmedizin der CharitéUniversitätsmedizin Berlin zeigt in Kooperation mit der Wilhelm von Humboldt-Stiftung die interdisziplinäre Ausstellung [PAARE]: „…, dies unermessliche Ganze zu bilden.“ In einem Dialog zwischen Wissenschaft und bildender Kunst beschäftigt sie sich mit der These vom universellen menschlichen Bedürfnis nach einer Paarbindung. Sie bezieht sich dabei auf Wilhelm von Humboldt, für den die Geschlechtlichkeit zu einem zentralen Ausgangspunkt für das Selbstverständnis des Menschen wurde.

Wilhelm von Humboldt (1767-1835) Sprachforscher, Philosoph und Bildungsreformer, gilt als einer der ersten Denker der Aufklärung, für den die Geschlechtlichkeit zu einem zentralen Ausgangspunkt für das Selbstverständnis des Menschen wurde. Humboldt selbst hat die Partnerschaft mit seiner Ehefrau Caroline als etwas Beglückendes in der sinnlichen und intellektuellen Sphäre beschrieben. Für ihn war die Paarbindung das „unermessliche Ganze“, in dem jedes Individuum sein Selbst erst in größter Vollkommenheit auszubilden vermag.

Die zweiwöchige Ausstellung in der Hörsaalruine des Berliner Medizinhistorischen Museums widmet sich der Bedeutung intimer Bindung – sowohl im gelungenen als auch im irritierten Fall – auf künstlerische Weise. Unter anderem wird erstmals ein großformatiges, erotisches Aquarell von George Grosz gezeigt. Weiterhin sind Werke von Vlastimil Beneš (1919-1981), Monika Brachmann (*1944) und Lilli Hill (*1976) zu sehen. Die der künstlerischen Darstellung innewohnende Freiheit der Behandlung des Themas reicht dabei von der Verabsolutierung des Einzelfalls über die Abstraktion der Vielfalt des Wirklichen im Symbolischen bis hin zur Ästhetisierung des Extrems. Sie bildet den Ansatzpunkt für einen Dialog von Kunst und Wissenschaft. Zudem findet im Rahmen der Ausstellung eine Podiumsdiskussion zum Thema Sexualität und Paarbindung statt.

Die Ausstellung [PAARE]: „…, dies unermessliche Ganze zu bilden.“, ist vom 22. Dezember bis zum 6. Januar in der Hörsaalruine des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité, Charitéplatz 1 in 10117 Berlin, (Geländeadresse: Virchowweg 16, Eingang über Alexanderufer) zu sehen. Die Ausstellung ist dienstags, donnerstags, freitags und sonntags von 10 bis 17 Uhr, mittwochs und samstags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, Interessierte melden sich bitte an der Museumskasse an.

Vertreter der Medien sind am Freitag, den 21. Dezember um 10.30 Uhr zu einer Presse-Vorbesichtigung eingeladen. Prof. Dr. Dr. Klaus M. Beier (Charité und Wilhelm von Humboldt Stiftung), Lilli Hill (Malerin) und Andreas Wessel (Kurator) führen durch die Ausstellung und beantworten Fragen. Um Anmeldung bis 20. Dezember unter presse@charite.de wird gebeten.

Am Freitag, den 4. Januar findet um 17.00 Uhr als Hauptveranstaltung ein Podiumsgespräch zum Thema „Sexualität und Paarbindung“ zwischen Sexualmedizin, Kunst- und Kulturwissenschaften sowie Bildender Kunst statt. Teilnehmen werden Prof. Dr. Dr. Klaus M. Beier (Charité), Lilli Hill (Malerin), Prof. Dr. Karlheinz Lüdeking (Universität der Künste), Privatdozentin Dr. Rosa Gräfin von der Schulenburg (Akademie der Künste) sowie als Moderator Frank Kaspar (Kulturjournalist). Um Anmeldung wird gebeten.

Links

BMM

Wilhelm von Humboldt Stiftung


Institut für Sexualmedizin


Kontakt

Prof. Dr. Klaus Michael Beier
Direktor des Instituts für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 529 301



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