Pressemitteilung

25.06.2012

Zwei Jahre Zentrale Stelle an der Charité

Zurück zur Übersicht

Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen und Beratung ausgebaut

Zwei Jahre nach der Eröffnung zogen die CharitéUniversitätsmedizin Berlin, Jugendsenatorin Sandra Scheeres sowie Gesundheitssenator Mario Czaja Bilanz über die Arbeit der Zentralen Stelle. Kinderärztinnen und -ärzte melden im Rahmen des Berliner Kinderschutzgesetzes und des „Netzwerks Kinderschutz“ seit Juni 2010 an die Zentrale Stelle an der Charité, welche Kinder an den Kinder-Früherkennungsuntersuchungen ab dem 3. Lebensmonat (U4) teilgenommen haben. Durch Abgleich mit den Daten des Berliner Melderegisters lässt sich feststellen, welche Kinder nicht bei einer Untersuchung waren. Die Eltern dieser Kinder werden von der Zentralen Stelle angeschrieben und an die versäumte Untersuchung erinnert. Sollten die Eltern den Arztbesuch dann immer noch nicht wahrnehmen, informiert die Zentrale Stelle den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst (KJGD) des Bezirkes, der dann aufsuchend und beratend tätig werden kann. In den vergangenen zwei Jahren wurden hierbei knapp 300.000 Rückmeldungen über durchgeführte Vorsorgeuntersuchungen (U4 – U9) durch Kinderarztpraxen bearbeitet, 141.000 Einladungen verschickt und knapp 70.000 Meldungen an den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst der Bezirke getätigt. Die Teilnahmequoten konnten dadurch bei allen Untersuchungen gesteigert werden, wobei die Steigerung bei der Vorsorgeuntersuchung U7a mit 3,7 Prozent am höchsten war. In neun Fällen wurde eine Kindeswohlgefährdung festgestellt.

„Rund 12,5 Prozent der von der Zentralen Stelle an die KJGDs gemeldeten Fälle nehmen zusätzliche Beratungsleistungen in Anspruch, 4,6 Prozent  der beratenen Familien werden danach von den regionalen Diensten weiter betreut“, stellte der Leiter der Zentralen Stelle, Dr. Oliver Blankenstein, fest. „Gerade diese Familien konnten erst durch das neue Einladewesen erreicht werden.“

„Der Charité und ihrer hervorragenden und differenzierten Kinder-und Jugendmedizin bleibt der Kinderschutz in Berlin ein wichtiges Anliegen“, betonte Prof. Annette Grüters-Kieslich, die Dekanin der Charité. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt auf diesem Gebiet gehört zu den sozialen Aufgaben, die die Charité für die Bürgerinnen und Bürger wahrnimmt.“

„Das verbindliche Einladungswesen und die Arbeit der Zentralen Stelle haben sich bewährt“, sagte Jugendsenatorin Sandra Scheeres. „So ist es gelungen, die Teilnahme an den Vorsorgeuntersuchungen zu erhöhen. Insgesamt haben wir mit dem Netzwerk Kinderschutz und dem Kinderschutzgesetz in den letzten Jahren wichtige Fortschritte gemacht. Mit dem Ausbau der Hotline-Kinderschutz, mit Familienhebammen und der Finanzierung von Familienzentren gehen wir die nächsten Schritte.“

„Das Einladungs- und Rückmeldewesen hat sich als ein Teil des primärpräventiven gesundheitlichen Kinderschutzes etabliert“, freut sich auch Gesundheitssenator Czaja. „Das niedrigschwellige System wurde von den Familien gut angenommen. Mein Dank gilt Herrn Dr. Blankenstein und seinem Team, dem es gelungen ist, ein System des Vertrauens und aufeinander Zugehens zu entwickeln."

Links

Öffnet externen Link im aktuellen Fensterhttp://rueckmeldewesen-kinderuntersuchungen.charite.de/

Öffnet externen Link im aktuellen Fensterwww.berlin.de/kinderschutz

Kontakt

Stefanie Winde
Leiterin der Unternehmenskommunikation
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 570 400



Zurück zur Übersicht