Pressemitteilung

19.09.2016

Weizenunverträglichkeit sichtbar machen

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Studie untersucht neues Verfahren bei Patienten mit Reizdarmsyndrom

Durch eine spezielle Laserendomikroskopie können Abwehrreaktionen von Darmzellen auf bestimmte Lebensmittel „live“ beobachtet werden. Ob das neue Mikroskopie-Verfahren auch Weizenempfindlichkeit bei Reizdarmpatienten vorhersagen kann, überprüfen nun Wissenschaftler der CharitéUniversitätsmedizin Berlin. Für die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte multizentrische Studie werden noch Teilnehmer gesucht.

In Deutschland leiden rund zwölf Millionen Menschen unter einem Reizdarm. Die Betroffenen klagen häufig über Bauchschmerzen, Stuhlunregelmäßigkeiten und Völlegefühl. Beim Reizdarmsyndrom handelt es sich um eine Funktionsstörung des Darms, für die sich trotz gründlicher ärztlicher Untersuchungen keine körperliche Ursache findet. „Ob möglicherweise eine Weizenempfindlichkeit Ursache für die Beschwerden ist, wollen wir nun mithilfe der konfokalen Laserendomikroskopie klären“, sagt Privatdozent Dr. Christian Bojarski von der Medizinischen Klinik für Gastroenterologie, Infektiologie und Rheumatologie der Charité und Leiter der Studie.

Patientinnen und Patienten, die an der Studie teilnehmen möchten, müssen zwischen 18 und 60 Jahren alt sein, unter dem Reizdarmsyndrom leiden und tägliche Beschwerden haben. Im Laufe der Studienverlaufs sollen sich die Teilnehmer über einen Zeitraum von acht Wochen strikt glutenfrei ernähren. Interessierte erhalten von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr unter der Telefonnummer 030 450 514 415 oder im Internet unter dem Link reizdarmstudie.charite.de weitere Informationen.

Kontakt

Cornelia Krohn
Studienkoordinatorin
Medizinische Klinik mit Schwerpunkt für Gastroenterologie,
Infektiologie und Rheumatologie
Campus Benjamin Franklin
t: 450 514 415

 

 



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