Pressemitteilung

22.05.2014

Von der Entdeckung zur Anwendung

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Translation als Verbindung von Grundlagenforschung und Klinik

Wie kommt der wissenschaftliche Fortschritt schneller in die Pille? Dieser Frage geht das international hochrangig besetzte Symposium Translate!2014 nach, das am 22. und 23. Mai in Berlin stattfindet. Die Veranstaltung ist der Start für das neu gegründete Open Forum for Translational Research. Unter dem Motto Joining Forces for Translational Research in Life Sciences sind Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zum kritischen Dialog über Konzepte einer effektiven Translation, also der Übertragung von Forschungsergebnissen in die medizinische Praxis, eingeladen. Veranstalter sind das Berliner Institut für Gesundheitsforschung/ Berlin Institute of Health (BIH), das renommierte Wissenschaftsmagazin Science Translational Medicine und das Berlin-Brandenburg Centrum für Regenerative Therapien (BCRT), ein Kooperationsverbund von CharitéUniversitätsmedizin Berlin und Helmholtz-Zentrum Geesthacht.

Staatssekretär Schütte vom Bundesforschungsministerium begrüßt die Diskussion über neue Wege der Translation in den Life Sciences. Er erhofft sich einen Beitrag zur Verbesserung der individuellen Patientenversorgung: „Die Übertragung von Ergebnissen der biomedizinischen Grundlagenforschung in die klinische Praxis deutlich zu beschleunigen, ist ein wichtiges Ziel der Bundesregierung. Der aktuelle Koalitionsvertrag formuliert diesen Anspruch klar: Der Mensch soll im Mittelpunkt der Forschung stehen. Mit dem heutigen Symposium Translate! werden hierfür wichtige Anstöße gegeben und Wege aufgezeigt, wie der Übergang von der Wissenschaft hin zur Patientenversorgung – und umgekehrt – optimal gestaltet werden kann.“

Das Wissen in der medizinischen Grundlagenforschung macht rasante Fortschritte und hat in den letzten Jahren zu vielversprechenden Ergebnissen geführt. Doch bislang gelingt es noch nicht zufriedenstellend, dieses Wissen zeitnah in daraus abgeleitete Therapien oder Diagnostika und in die praktische Anwendung am Patienten zu übertragen. Oft vergehen viele Jahre, bis die Behörden die Zulassung eines Arzneimittels genehmigen. Um diesen Prozess zum Wohle der Patienten zu beschleunigen, ist es wichtig zu verstehen, welche Faktoren die Translation, also die Übertragung der Forschungsergebnisse in die klinische Praxis, bislang hemmen.

Aus diesem Grund bringt Translate!2014 Experten aus den Grundlagenwissenschaften, der klinischen Forschung, aus jungen Start-Ups und großen Unternehmen an einen Tisch, um zu diskutieren: Wie können die verschiedenen Interessengruppen ihre Kräfte bündeln, um den Fortschritt der translationalen medizinischen Forschung zu beschleunigen? Welche Aspekte sind wesentliche Erfolgsfaktoren für transnational tätige Forscher? Wie können Stakeholder aus Wissenschaft, Industrie und Politik dazu beitragen, eine patientenorientierte Forschung zu befördern und so langfristig das Gesundheitswesen zum Wohle der Patienten zu verbessern?

Anhand von Best Practice-Beispielen werden Erfolgsfaktoren gelungener Translationsprozesse analysiert, um zukünftig den komplexen Anforderungen von klinischem Bedarf, wissenschaftlicher Erkenntnis, technischer Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit besser gerecht werden zu können.

Kontakt

Prof. Dr. Georg Duda
Berlin-Brandenburg Center für Regenerative Therapien (BCRT)
Charité - Universitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 539 412



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