Pressemitteilung

30.11.2015

Verbesserte Versorgung für Kopfschmerzpatienten

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Charité und AOK Nordost kooperieren

Etwa 70 Prozent der deutschen Bevölkerung leiden innerhalb eines Jahres unter Kopfschmerz, drei Prozent sind von schweren chronischen Kopfschmerzen betroffen. Um deren Versorgung zu verbessern, haben die AOK Nordost und die Kopfschmerzambulanz der CharitéUniversitätsmedizin Berlin einen für die Region einmaligen Kooperationsvertrag nach § 140 a SGB V geschlossen.

Der Versorgungsvertrag KopfschmerzSPEZIAL sieht die strukturierte Diagnostik von chronischen Kopfschmerz- und Migränepatienten innerhalb der Kopfschmerzambulanz der Charité vor. Die Schmerzexperten erstellen zudem eine abgestimmte Medikamententherapie, leiten begleitende Maßnahmen wie beispielsweise eine Verhaltens- oder Bewegungstherapie ein und beraten die Betroffenen beim täglichen Umgang mit ihrer Krankheit. Privatdozent Dr. Uwe Reuter, Leiter der Kopfschmerzambulanz: „Menschen, die an chronischen Kopfschmerzen und Migräne leiden, finden im ambulanten Sektor häufig nur punktuell Therapieangebote, die dem biopsychosozialen Charakter der Erkrankung Rechnung tragen. In der Kopfschmerzambulanz erhalten die Betroffenen die bestmögliche Diagnostik und eine individuell maßgeschneiderte Therapie aus einer Hand.“

Die Kopfschmerzambulanz kooperiert zudem mit Fachärzten – Neurologen, Schmerztherapeuten oder speziell geschulten Hausärzten – in Berlin und Brandenburg, an die die Patienten zur ambulanten Nachbetreuung überwiesen werden. Als Lotse der Patienten übernehmen die Experten der Ambulanz nicht nur die Terminkoordination, sondern sorgen auch für die leitliniengerechte Weiterbehandlung durch die Teilnahme aller Beteiligten an Konsilien und Fallkonferenzen. Die Versicherten können sich in regelmäßigen Abständen erneut in der Kopfschmerzambulanz vorstellen.

„Mit dem Kooperationsvertrag ist es uns gelungen, die Versorgungssektoren ambulant und stationär zu verzahnen und so die Qualität der Behandlung von Kopfschmerz- und Migränepatienten nachhaltig zu verbessern. Das ist für die Menschen in der Region ein Mehr an Lebensqualität“, betont Privatdozent Dr. Joachim Seybold, Stellvertretender Ärztlicher Direktor der Charité. „Die Erfahrungen aus dem Programm KopfschmerzSPEZIAL sollten wir zukünftig nutzen, um flächendeckend regional abgestimmte Behandlungspfade aufzubauen“, so Harald Möhlmann, Geschäftsführer Versorgungsmanagement der AOK Nordost. „Andere Krankenkassen sind eingeladen, hier unserem Beispiel zu folgen.“

Links

AOK Nordost

Charité – Universitätsmedizin Berlin


Kontakt

Gabriele Rähse
Pressesprecherin
AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
t: +49 0800 265080-22202

Uwe Dolderer
Leiter der Unternehmenskommunikation
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 570 400




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