Pressemitteilung

10.10.2019

Teilnehmer gesucht: Yoga in der Behandlung von Panikstörungen und Agoraphobie

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Das Herz rast, der Blutdruck steigt, Schweiß bricht aus: Rund 15 Prozent der Menschen in Deutschland leiden unter einer Angsterkrankung, die sie in ihrem Alltag zum Teil enorm einschränkt. Doch wie lassen sich die eigenen Gedanken besser kontrollieren, damit Ängste nicht zu Panik werden? Auf Basis eines speziellen Yogaprogramms hat die CharitéUniversitätsmedizin Berlin ein neues Therapiekonzept entwickelt, für das Patientinnen und Patienten gesucht werden, die unter Panikstörungen und/oder Agoraphobie leiden.

Yoga hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur in der Allgemeinbevölkerung stark verbreitet. Auch in der Medizin gibt es Hinweise für die therapeutische Wirksamkeit der körper- und geistesbezogenen Übungen. So wird beispielsweise in der Behandlung von psychischen Erkrankungen auf diese Praxis zurückgegriffen, ergänzend zu den konservativen Behandlungsmethoden. Die Charité untersucht jetzt, wie Menschen mit Panikattacken geholfen werden kann, mit Unterstützung eines körperorientierten Yogaprogramms, bestehend aus dynamischen Bewegungen, Körperpositionen sowie Atemregulations- und Entspannungsübungen. Das achtwöchige Yogaprogramm wird hinsichtlich seiner Wirkung auf die Symptome der Panikstörung und/oder Agoraphobie evaluiert und zusätzlich im Hinblick auf seine Effekte auf die biologische Stressreaktion untersucht. Es beinhaltet zweimal wöchentlich für 60 Minuten eine Yogaklasse sowie 20-minütige Videos zur täglichen Yogapraxis für zu Hause. Die Yogaklassen werden von zertifizierten Yogalehrerinnen und Yogalehrern angeleitet. Interessierte wenden sich bitte telefonisch unter +49 30 450 517 187 oder per Mail an yopa-studie(at)charite.de an die Yopa-Studienkoordinatorin Dania Esch.

Voraussetzungen für die Teilnahme an der Studie:
Die Betroffenen müssen im Alter von 18 bis 65 Jahren sein und primär unter einer Panikstörung und/oder Agoraphobie leiden. Sie sollten aktuell in keiner oder auch einer stabilen psychopharmakologischen Behandlung sein. Die Teilnehmer sollten weder schwerwiegende körperliche Beeinträchtigungen haben, noch schwanger sein. Zudem sollten sie in den letzten drei Monaten nicht regelmäßig Yoga praktiziert haben.

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Angstambulanz der Charité

Kontakt

Prof. Dr. Andreas Ströhle
Leiter der AG Angsterkrankungen und
der AG Sportpsychiatrie und -psychotherapie
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Campus Charité Mitte
t: +49 30 450 517 187



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