Pressemitteilung

02.11.2012

Tagung zu Schädelformen im kulturellen Kontext

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Wie ist kulturhistorisch die Vorstellung von einem „normalen“ Kinderkopf entstanden? Zu dieser Fragestellung lädt Privatdozent Dr. Ernst-Johannes Haberl vom Arbeitsbereich Pädiatrische Neurochirurgie der CharitéUniversitätsmedizin Berlin in dieser Woche eine Gruppe international bekannter Neurochirurgen, Medizinhistoriker und Kulturwissenschaftler nach Berlin ein. Unter dem Titel „Images, Models and Interpretation of the Human Skull“ diskutieren sie ab Donnerstag  zwei Tage lang über Berührungspunkte zwischen Kunst und Hirnchirurgie. Dabei geht es unter anderem um das „Skalpell“ Michelangelos. Matt Jones, Zeichner des Pixar Animation Teams aus San Francisco, erklärt, mit welchen Kniffen er Köpfe in Zeichentrickfilmen gestaltet.

Dr. Haberl operiert jeden Tag Babys, die unter schweren Schädelfehlbildungen leiden. Das Ziel der mehrstündigen Eingriffe ist die Herstellung einer normalen Kopfform. Da hierfür Vorlagen fehlen und anatomisches Wissen nicht ausreicht, sind die Spezialisten ausschließlich auf ihr subjektives ästhetisches Empfinden angewiesen. Deshalb hat Dr. Haberl unter dem Titel „Culture meets Surgery“ gemeinsam mit dem Institut für Kultur- und Literaturforschung unter Leitung von Prof. Sigrid Weigel ein interdisziplinäres Forschungsprojekt initiiert, das von der VolkswagenStiftung unterstützt wird.

Die Tagung findet vom 8. bis 10. November im Zentrum für Kultur- und Literaturforschung, Schützenstr. 18, 10117 Berlin, statt. Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.

Kontakt

Privatdozent Dr. Ernst-Johannes Haberl
Pädiatrische Neurochirurgie
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 560 092



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