Pressemitteilung

01.07.2015

Streik an der Charité wird ausgesetzt

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Eckpunkte festgelegt

Die CharitéUniversitätsmedizin Berlin und die Gewerkschaft ver.di haben sich auf ein gemeinsames Eckpunktepapier verständigt, das die Basis für einen künftigen Tarifvertrag ist. Mit der Unterzeichnung des Papiers von beiden Seiten wird der Streik an der Charité ausgesetzt.

Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité, erklärt: „Es waren harte Verhandlungstage und wir haben ein Ergebnis erzielt, das sicher für beide Seiten schwierig ist. Die Charité muss nun die Frage beantworten, wie sie die personelle Aufstockung finanzieren kann, da das gegenwärtige Finanzierungssystem dies nicht hergibt. Wobei wir uns von Anfang an mit ver.di einig waren, dass die Pflegeausstattung in den Krankenhäusern insgesamt verbessert werden muss.“

Prof. Dr. Ulrich Frei, Ärztlicher Direktor der Charité und Verhandlungsführer für den Arbeitgeber, ergänzt: „Wir sind froh, dass wir uns mit ver.di auf eine Vereinbarung verständigen konnten, die die Arbeitsbedingungen verbessert. Wir sind erleichtert, dass die Patientenversorgung ab Freitag wieder normal und im gewohnten Umfang erfolgen kann.“

Beide Parteien betonen, dass sie darin übereinstimmen, dass politische Maßnahmen zur Verbesserung der Personalausstattung im Krankenhaus auch weiterhin notwendig seien. Charité und ver.di werden den Tarifvertrag „Gesundheitsschutz und Demographie“ vereinbaren, um Überlastungssituationen zu identifizieren und zu beseitigen. Die Tarifpartner erhoffen sich, dass die gewählten Lösungen ein Anstoß für weitere Verbesserungen in der Personalausstattung im Krankenhaus sind.

Für die Intensivmedizin wird nach der Vereinbarung eine Qualitätsrichtlinie entwickelt, die eine Mindestpersonalausstattung in Abhängigkeit vom Schweregrad des Patienten definiert. Für alle übrigen stationären Bereiche sowie für den Nachtdienst haben beide Seiten eine Verbesserung der Personalausstattung vereinbart.

Darüber hinaus wurde festgelegt, was unter einer Überlastungssituation zu verstehen ist und wie darauf reagiert werden muss. Ein neu eingerichteter Gesundheitsausschuss wird sich mit gesundheitsverbessernden Maßnahmen und insbesondere mit den Folgen des demografischen Wandels, d.h. mit dem Altersanstieg der Mitarbeiterschaft, beschäftigen.

Kontakt

Uwe Dolderer
Leiter der Unternehmenskommunikation
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 570 400



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