Pressemitteilung

29.09.2009

Streik an Charité in letzter Minute abgewendet

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Uniklinik und Marburger Bund einigen sich auf Eckpunktepapier

Ein drohender Streik an der CharitéUniversitätsmedizin Berlin konnte heute in letzter Minute abgewendet werden. Der Vorstand der Universitätsklinik und der Marburger Bund haben sich in ihrer Verhandlungsrunde am Dienstagmorgen auf ein Eckpunktepapier geeinigt. Diese Einigung steht bis Ende Oktober noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch den Aufsichtsrat der Charité und die Tarifkommission der Gewerkschaft. „Da jeder Streiktag enorme wirtschaftliche Konsequenzen für die Charité gehabt hätte, müssen wir diese Einigung unter Druck akzeptieren, obwohl die vom Marburger Bund durchgesetzte Tarifsteigerung die Charité und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor große neue Herausforderungen stellen wird“, erklärt der Ärztliche Direktor Prof. Ulrich Frei.

Im Jahr 2009 werden die tarifbedingten Mehrkosten für die Charité 2,1 Prozent betragen, in 2010 kommen weitere 7,5 Prozent dazu. „Diese Zahlen können sich, bedingt durch Personalfluktuation, noch leicht verändern“, erläutert der Direktor des Klinikums Matthias Scheller. „Ich möchte aber festhalten, dass wir damit unter den Forderungen des Marburger Bundes geblieben sind und auch unter dem Tarifabschluss der Länder (TdL) liegen, der im Allgemeinen für die Universitätsklinken gilt, auch wenn uns diese Einigung wirtschaftlich erheblich unter Druck setzen wird.“

Der Tarifabschluss bietet aber auch Chancen für die Charité: So habe man diese Gehaltssteigerungen im Paket mit neuen Arbeitszeitmodellen verhandelt. Die Mehrkosten werden dadurch zum Teil kompensiert. Der Tarifabschluss soll am 1. Oktober 2009 in Kraft treten und bis zum 30. September 2011 gelten. „Diese ungewöhnlich lange Laufzeit von 27 Monaten ist ein Verhandlungserfolg für uns“, erklärt Scheller, „sie gibt uns die nötige Planungssicherheit, um die in der Mittelfristplanung angestrebte schwarze Null in 2011 zu realisieren.“ Der neue Tarifabschluss tritt außerdem erst drei Monate später in Kraft; die bisher geltende Einigung war ursprünglich bereits zum 30. Juni 2009 gekündigt worden. „Für uns ein entscheidender Vorteil, da wir so das im Wirtschaftsplan 2009 festgeschriebene ehrgeizige Ziel einer wesentlichen Ergebnisverbesserung absichern können“, ergänzt Frei.

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