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Pressemitteilung

12.10.2021

Sonderausstellung zum 200. Geburtstag von Rudolf Virchow

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Postkarte zum 200. Geburtstag. © Charité | Corinna Naujok
Postkarte zum 200. Geburtstag. © Charité | Corinna Naujok
Prof. Pries, Dr. Hahn, Dr. Gehr und Prof. Schnalke bei der Ausstellungseröffnung unter 2G-Regeln. © Charité | Sabine Gudath
Prof. Pries, Dr. Hahn, Dr. Gehr und Prof. Schnalke bei der Ausstellungseröffnung unter 2G-Regeln. © Charité | Sabine Gudath
Einblick in die Ausstellung: Medizinhistorische Präparate. © Charité | Sabine Gudath
Einblick in die Ausstellung: Medizinhistorische Präparate. © Charité | Sabine Gudath
Einblick in die Ausstellung: Strategie 2030. © Charité | Sabine Gudath
Einblick in die Ausstellung: Strategie 2030. © Charité | Sabine Gudath

Anlässlich seines 200. Geburtstags eröffnet die Charité – Universitätsmedizin Berlin heute die Sonderausstellung „Der Zellenstaat. Rudolf Virchow und die Charité der Zukunft“. Der herausragende Mediziner, Wissenschaftler und Politiker blieb der Charité allein als Direktor des Instituts für Pathologie mehr als 46 Jahre eng verbunden. Die Sonderausstellung verknüpft das Lebenswerk Virchows mit Ideen und Konzepten der „Strategie 2030 – Gesundheit neu denken“, die die Charité für eine tragfähige Medizin von morgen entwickelt hat.  

Prof. Dr. Axel Radlach Pries, Dekan der Charité, betont: „Für die Charité ist Rudolf Virchow eine zentrale Identifikationsfigur. Mit seinem präzisen Denken und engagierten Handeln bietet Virchow auch für die heutige Medizin eine wichtige Orientierung. Für unsere Ausstellung war daher ganz wesentlich, auf Virchows Gedankengut aufbauend, auch die Konzepte und Ideen der Charité für eine Medizin von morgen zu präsentieren. Virchows Anliegen und Überzeugungen treffen dabei auf Ansatzpunkte, Visionen und mögliche Konkretisierungen, die wir unter dem Motto ‚Wir denken Gesundheit neu‘ perspektivisch für das Jahr 2030 und darüber hinaus entwickelt haben.“  

Rudolf Virchow vereinte in seiner Person universalen Forscherdrang, soziales Bewusstsein und politisches Engagement. Als Pathologe festigte er mit seinem Zellenmodell das naturwissenschaftliche Denken in der Medizin. Der Stadt Berlin und der Charité war Virchow schon früh verbunden: So studierte er ab 1839 an der Pépinière – der königlichen Ausbildungsstätte für Militärärzte. An der Charité erhielt Virchow dann ab 1843 seine praktische Ausbildung, hier startete er seine berufliche Karriere als Pathologe und verwaltete bald als Prosektor das Leichenschauhaus.   

Die Charité wurde für ihn zur Basisstation, von der aus er seine weit über die Grenzen der Medizin hinausgreifenden Interessen ausbildete und Ziele formulierte. Als demokratischer Gesundheitspolitiker setzte er sich für bessere Lebensbedingungen aller Menschen ein. Zu seinen Verdiensten in Berlin gehören beispielsweise eine effektive Kanalisation, der zentrale Schlacht- und Viehhof sowie mehrere städtische Krankenhäuser und moderne Schulen. Darüber hinaus interessierte er sich für Anthropologie und Ethnologie sowie Kultur-, Ur- und Frühgeschichte. Als interessierter Sammler initiierte er zudem bedeutende Berliner Museumsgründungen, wie beispielsweise das Museum für Völkerkunde sowie das Pathologische Museum – das heutige Berliner Medizinhistorische Museum der Charité.   

„In der Ausstellung zeichnen wir Virchows wissenschaftlichen, beruflichen und politischen Lebensweg nach. Dazu gehört beispielsweise auch seine Beteiligung an der Märzrevolution 1848 auf Seiten der Demokraten. Da sein politisches Engagement nicht gern gesehen wurde, übernimmt er eine Professur in Würzburg. Dort prägte er 1855 den zentralen Satz ‚Omnis cellula a cellula‘ – jede Zelle entsteht aus einer Zelle. 1856 kehrt er nach Berlin zurück – als Professor für Pathologische Anatomie und Physiologie der Berliner Universität sowie als Direktor des für ihn neu erbauten Instituts für Pathologie der Charité. Ein dazugehöriges Pathologisches Museum für die allgemeine Öffentlichkeit ist sein absolutes Herzensprojekt, das er 1899 mit mehr als 23.000 Präparaten eröffnen konnte“, erklärt Prof. Dr. Thomas Schnalke, Direktor des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité. Er hat die Ausstellung gemeinsam mit Dr. Judith Hahn, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité, sowie Dr. Sinje Gehr und Dr. Jens Steinbrink, Geschäftsbereich Strategische Entwicklung der Charité, kuratiert.  

Die Ausstellung 
Die Pop-up-Ausstellung „Der Zellenstaat. Rudolf Virchow und die Charité der Zukunft“ ist im Ausstellungsmodul am Campus Charité Mitte, Invalidenstraße 86 in 10117 Berlin zu sehen und kann vom 13. Oktober 2021 bis 20. Februar 2022 täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei und es gelten die aktuellen Hygienevorschriften. Mehr dazu unter https://www.charite.de/die_charite/themen/virchow_ausstellung 

Katalog zur Ausstellung
Zur Ausstellung ist ein reich bebilderter Katalog (Paperback) mit 82 Seiten erschienen, der für eine Schutzgebühr von 6 Euro unter bmm(at)charite.de erworben werden kann: Sinje Gehr, Judith Hahn, Thomas Schnalke und Jens Steinbrink (Hrsg.): Rudolf Virchow und die Charité der Zukunft. Berlin 2021. ISBN 978-3-9817965-3-7.    

Festakt zum 200. Geburtstag
Die Charité ehrt Rudolf Virchow an seinem 200. Geburtstag am Mittwoch, den 13. Oktober von 17:00 bis 19:00 Uhr mit einem Festakt. Interessierte können der Veranstaltung per Live-Stream unter https://www.charite.de/die_charite/veranstaltungen/veranstaltungen_live/ beiwohnen.

Downloads

Links

Themenseite Virchow-Ausstellung und Infos zum Besuch

Themenseite 200. Geburtstag Virchow

Ausstellung BMM-Website

Kontakt

Prof. Dr. Thomas Schnalke
Direktor des Berliner Medizinhistorischen Museums
Charité – Universitätsmedizin Berlin         
t: +49 30 450 536 077

Dr. Judith Hahn
Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Berliner Medizinhistorischen Museums
Charité – Universitätsmedizin Berlin         
t: +49 30 450 536 049



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