Pressemitteilung

02.09.2015

Saudi-Arabien – Berlin: Zum Facharzt an der Charité

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Feierliche Vertragsunterzeichnung im historischen Hörsaal der Charité (copyright Charité/Ricarda Spiegel)

Die CharitéUniversitätsmedizin Berlin und das Königreich Saudi-Arabien kooperieren jetzt bei der Arztweiterbildung. Für Stipendiaten des arabischen Landes ist ein strukturiertes Programm geschaffen worden, das Sprachstudium und medizinische Weiterbildung verbindet. Der Vertrag zwischen dem Bildungsministerium des Königreichs und der Charité ist gestern feierlich unterzeichnet worden. Saudi-Arabien entsendet jährlich zehn bis fünfzehn Delegationsärzte zur Facharztweiterbildung an der Charité.

Das Charité-Programm ist deutschlandweit einmalig. Eine Auswahlkommission, bestehend aus Charité-Medizinern und Vertretern des Königreichs Saudi-Arabien, ermittelt jährlich Ärztinnen und Ärzte, die ihre Facharztweiterbildung in Berlin antreten werden. Das Verfahren ist streng und an der besonderen Eignung der Bewerber ausgerichtet. Mediziner mit einem Facharztabschluss werden in Saudi-Arabien zahlreich benötigt. Das Land steht vor großen Herausforderungen im Gesundheitssystem, allein im vergangenen Jahr hat das Königreich 26 Krankenhäuser eröffnet, weitere 117 werden derzeit gebaut.

Im ersten Schritt erhalten Programmteilnehmer eine einjährige, medizinisch ausgerichtete Sprachausbildung. Von Beginn an sind die angehenden Fachärztinnen und Fachärzte in engem Kontakt mit der Klinik, an der sie sich in den folgenden fünf bis sechs Jahren qualifizieren werden. Am Ende des Programms steht die Facharztprüfung an der Ärztekammer Berlin. „Die an der Charité ausgebildeten Fachärzte sind für die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens in Saudi-Arabien ein großer Gewinn. Zur Behandlung von Kranken und zum Aufbau neuer Strukturen brauchen wir dringend Fachpersonal mit sehr guten Kenntnissen“, sagt Prof. Dr. Ossama Abdulmajed Ali Shobokshi, Botschafter des Königreichs Saudi-Arabien in Deutschland, selbst Mediziner mit deutscher Facharztqualifizierung und ehemaliger Gesundheitsminister seines Landes.

Die Bundesregierung begrüßt das neue Weiterbildungsprogramm: „Das Bundesministerium für Gesundheit und das Auswärtige Amt haben intensiv an einer Lösung einiger offener Fragen gearbeitet und ich freue mich über den jetzt in enger Kooperation mit dem Königreich Saudi-Arabien erreichten Erfolg“, sagt Staatssekretär Lutz Stroppe aus dem Bundesministerium für Gesundheit.

Das Weiterbildungsprogramm fördert auch den akademischen Austausch beider Länder: „Es ist nicht nur eine hochspezialisierte Ausbildung, die die angehenden Fachärzte hier erhalten. Langfristig werden ebenso die Beziehungen zwischen der Charité und den bei uns ausgebildeten Kolleginnen und Kollegen erhalten bleiben“, blickt Privatdozent Dr. Joachim Seybold, Programmverantwortlicher und Stellvertretender Ärztlicher Direktor der Charité in die Zukunft.

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