Pressemitteilung

19.09.2007

Risiko für Neurodermitis steckt in den Genen

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Forscher der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie und der Klinik für Dermatologie und Allergologie der Charité - Universitätsmedizin Berlin und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben jetzt ein Gen entdeckt, das bei vielen Neurodermitikern mutiert ist.

Forscher der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie und der Klinik für Dermatologie und Allergologie der Charité - Universitätsmedizin Berlin und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben jetzt ein Gen entdeckt, das bei vielen Neurodermitikern mutiert ist. Neurodermitis ist eine chronische entzündliche Hauterkrankung, die oft mit Allergien einhergeht. In den industrialisierten Ländern sind 10 bis 20 Prozent aller Kleinkinder davon betroffen. Im Rahmen ihrer Studie haben die Wissenschaftler unter der Leitung von Prof. Young-Ae Lee und Dr. Cilla Söderhäll 908 an Neurodermitis erkrankte Kinder genetisch untersucht. Dabei entdeckten sie verschiedene Mutationen des Gens, die das Risiko erhöhen, an Neurodermitis zu erkranken. Das Gen enthält die Bauanleitung für ein neu entdecktes Protein, Kollagen 29, das in der Haut von Gesunden nur in der äußersten Schicht, der so genannten Epidermis, aktiv ist. Bei Neurodermitis-Patienten dagegen wird das Gen nur unvollständig angeschaltet, weswegen ihnen das Protein gerade in den äußeren Hautschichten fehlen kann. Allerdings muss die Krankheit nicht bei jedem ausbrechen, der die Mutation des Gens trägt. Vermutlich haben auch Umweltfaktoren einen entscheidenden Einfluss auf den Ausbruch der Erkrankung.

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