Pressemitteilung

24.06.2008

Psychiatrische Klinik erinnert an Zeit des Nationalsozialismus

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Die Charité - Universitätsmedizin Berlin setzt sich aktiv mit der Rolle der Psychiatrie in der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Das Foyer der Nervenklinik am Charité Campus Mitte wurde entsprechend renoviert und umgestaltet.

Die Charité - Universitätsmedizin Berlin setzt sich aktiv mit der Rolle der Psychiatrie in der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Das Foyer der Nervenklinik am Charité Campus Mitte wurde entsprechend renoviert und umgestaltet. Die Besucher empfängt nun die Skulptur „Mutter und Kind“ der Künstlerin Dorothea Buck, die in der Zeit des Nationalsozialismus Opfer der Zwangssterilisation wurde. Eine Informationstafel weist auf das Leben und Werk der Künstlerin sowie ihr Engagement im Rahmen von Betroffeneninitiativen hin. Die bisher im Foyer beheimatete Galerie ehemaliger Lehrstuhlinhaber der psychiatrischen Klinik zieht hingegen in den Hörsaal. Sie wurde im Sinne eines ehrlichen und vollständigen Umgangs mit der Geschichte um die bislang fehlenden Portraits der Lehrstuhlinhaber während des Nationalsozialismus ergänzt wurde. Hierzu gehört auch Karl Bonhoeffer, dessen Wirken an der Charité derzeit kritisch untersucht wird. In Anwesenheit von Dorothea Buck sowie Prof. Detlev Ganten, Prof. Karl Max Einhäupl und Vertretern von Betroffeneninitiativen wird das neue Foyer öffentlich eingeweiht. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, dem 26. Juni, um 11 Uhr in der Klinik für Psychiatrie, Charitéplatz 1, 10117 Berlin, statt. Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.

Kontakt

Prof. Andreas Heinz
Leiter der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie CCM
Charité - Universitätsmedizin Berlin

t: +49 30 450 517 001 

 

 



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