Pressemitteilung

05.01.2007

Parkinson-Medikament erhöht Risiko für Herzklappeninsuffizienz

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Die beiden Dopaminagonisten Pergolid und Cabergolin erhöhen das Risiko für Herzklappeninsuffizienz, besonders im Falle einer hohen Dosis und nach längerer Verabreichungsdauer.

Die beiden Dopaminagonisten Pergolid und Cabergolin erhöhen das Risiko für Herzklappeninsuffizienz, besonders im Falle einer hohen Dosis und nach längerer Verabreichungsdauer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Charité-Studie der pharmakoepidemiologischen Arbeitsgruppe von Professor Edeltraut Garbe, die jetzt im New England Journal of Medicine* veröffentlicht wurde. Dopaminagonisten werden zur Therapie von Morbus Parkinson in frühen und fortgeschrittenen Stadien eingesetzt. Dabei wird Cabergolin in Deutschland aufgrund seiner langen Halbwertszeit am häufigsten verabreicht, Pergolid deutlich seltener. Die Experten am Institut für Klinische Pharmakologie der Charité raten aufgrund ihrer Ergebnisse unbedingt zu einer regelmäßigen kardiologischen Überwachung von Patienten, die mit den Arzneistoffen behandelt werden. Dies wird in der Fachinformation für Pergolid bereits empfohlen, nicht jedoch für Cabergolin. Für andere Dopaminagonisten konnte in der Studie kein Hinweis auf ein erhöhtes Risiko festgestellt werden. Ein Beleg für die Wichtigkeit der Pharmakoepidemiologie: Sie untersucht auf Bevölkerungsebene die Sicherheit und Wirksamkeit von Arzneimitteln in der Routineanwendung.

* NEJM, 4. Januar 2007. Vol. 356. S. 29-38

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