Pressemitteilung

08.03.2007

Neues Zahnrad der Inneren Uhr entdeckt

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Über ein neues Zahnrad im Uhrwerk der Inneren Uhr des Menschen hat das Forscherteam um Professor Achim Kramer vom Institut für Medizinische Immunologie der Charité - Universitätsmedizin Berlin in Zusammenarbeit mit der Harvard Medical School in Boston jetzt im Fachblatt "Nature Cell Biology"* berichtet. Die Innere Uhr beeinflusst das Schlaf-Wach-Verhalten des Menschen. Von der Schnelligkeit ihrer Zahnrädchen hängt es zum Beispiel ab, ob jemand ein Langschläfer oder ein Frühaufsteher ist. Schon länger sind der Forschung neben dem Hauptprotein CLOCK mehrere Bestandteile der Inneren Uhr bekannt. Nun ist es gelungen, ein Protein mit dem Namen CIPC (CLOCK-Interacting Protein Circadian) zu entschlüsseln, dessen wesentliche Aufgabe es ist, die Genauigkeit der Inneren Uhr einzustellen. Das Protein CLOCK ist in einen Rückkopplungsmechanismus eingebunden. Dadurch entsteht das Auf und Ab im menschlichen Tagesrhythmus. Das Protein CIPC deaktiviert CLOCK, führt also zum Abfall im 24-Stunden-Rhythmus des Menschen. Fehlt CIPC im Zellkern, so tickt die Innere Uhr langsamer. "Ein Langschläfer könnte also behaupten, er besitze dieses Zahnrädchen nicht", sagt Professor Achim Kramer.

* Wen-Ning Zhao, Nikolay Malinin, Fu-Chia Yang, David Staknis, Nicholas Gekakis, Bert Maier, Silke Reischl, Achim Kramer and Charles J. Weitz: CIPC is a mammalian circadian clock protein without invertebrate homologues. Nature Cell Biology. 18 February 2007.

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