Pressemitteilung

01.10.2012

Neue Professur für Alternativmethoden zum Tierversuch in Berlin

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Erste gemeinsame Berufung von Charité und Bundesinstitut für Risikobewertung

Prof. Gilbert Schönfelder vom Institut für Klinische Pharmakologie und Toxikologie an der CharitéUniversitätsmedizin Berlin, leitet ab dem 1. Oktober die Abteilung Experimentelle Toxikologie und die Zentralstelle zur Bewertung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch (ZEBET) am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

Zukünftig werden die Molekular-  und Nanotoxikologen der Abteilung Experimentelle Toxikologie am BfR eng mit der ZEBET zusammen arbeiten. Ziel der ZEBET ist es, den Einsatz von Tieren zu wissenschaftlichen Zwecken auf das unerlässliche Maß zu beschränken und Alternativen zum Tierversuch zu entwickeln. Diesen Bereich hat das BfR nun durch eine gemeinsame Berufung mit der Charité ausgebaut. „Durch die Ernennung von Prof. Gilbert Schönfelder wird die universitäre Forschung mit der Ressortforschung des Bundes im Interesse des gesundheitlichen Verbraucherschutzes weiter vernetzt“, sagt Prof. Andreas Hensel, Präsident des BfR. „Die über Jahrzehnte gewonnene Expertise der ZEBET wird durch die entstehenden Synergieeffekte ergänzt und gestärkt.“

Prof. Schönfelder sieht die Schwerpunkte seiner Arbeit am BfR auch künftig in der Molekularen und Experimentellen Toxikologie. Sein Ziel ist es, die molekularen Mechanismen der Wirkungen von Chemikalien in der klassischen Form als auch in Nanogröße auf Organ- und Zellebene aufzuklären. Dieses Wissen ist eine Grundlage für die Entwicklung und Validierung von Alternativmethoden zu Tierversuchen, die für die Sicherheitsbewertung von Chemikalien gesetzlich vorgeschrieben sind. Weitere Forschungsschwerpunkte Prof. Schönfelders liegen auf dem Gebiet der Reproduktions- und Entwicklungstoxikologie. Er ist Vorsitzender der Sektion Hormontoxikologie der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie sowie pharmakologischer und toxikologischer Sachverständiger für nationale und internationale Institutionen, Gremien und Gerichte. 2008 wurde er als Experte in die BfR-Kommission für Kontaminanten und andere gesundheitlich unerwünschte Stoffe in der Lebensmittelkette berufen. Er war Fachgutachter innerhalb von Arbeitsgruppen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).


Über das BfR
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen. Mit der Novellierung des Tierschutzgesetzes wird das BfR ab 2013 auch in die Umsetzung der Tierschutzgesetzgebung involviert sein. Dort wird der nationale Ausschuss für den Schutz von Versuchstieren seinen Sitz haben, der zuständigen Behörden und Tierschutzbeiräte in versuchstierkundlichen Fragen berät, und von dort aus werden auch die nichttechnischen Zusammenfassungen genehmigter Tierversuchsvorhaben veröffentlicht werden.

Kontakt

Prof. Gilbert Schönfelder
Institut für Klinische Pharmakologie und Toxikologie
CharitéUniversitätsmedizin Berlin



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