Pressemitteilung

20.02.2012

Mitteilung zur medizinischen Untersuchung von Julia Timoschenko

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Der Neurologe und  Vorstandsvorsitzende der Charité - Universitätsmedizin Berlin, Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, und der Chefarzt der Klinik für Orthopädie an der Charité, Prof. Dr. Norbert Haas, haben sich am 13. , 14. und 15. Februar 2012 als Teil einer internationalen Ärztekommission zur medizinischen Untersuchung der inhaftierten ukrainischen Ex-Ministerpräsidentin Julia Timoschenko in der Ukraine aufgehalten.

Prof. Dr. Einhäupl und Prof. Dr. Haas erhielten am 14. Februar 2012 Gelegenheit zu einer mehrstündigen Untersuchung von Frau Timoschenko, die im Frauengefängnis Katschaniwska in Charkow stattfand. Die eingehende Untersuchung konnte durch beide Ärzte ungehindert im Beisein einer Ärztin des Strafvollzuges sowie eines weiteren ukrainischen Arztes durchgeführt werden.

Es wurde in den frühen Morgenstunden des 15. Februar von den deutschen Ärzten ein vorläufiger kurzer Bericht verfasst, in dem auch weitere Befunde angefordert und weitere Untersuchungen vorgeschlagen wurden. Erst nach Abschluss dieser Maßnahmen wird es einen finalen Bericht mit umfangreichen notwendigen Empfehlungen zu weiteren Behandlungen geben.

Ein vorläufiger Bericht wird in den nächsten Tagen abgestimmt mit den Ergebnissen, die eine Gruppe kanadischer Mediziner am 15. Februar 2012 als Teil der internationalen Ärztekommission in einer weiteren, getrennten Untersuchung der Patientin gewonnen hat.

Die beiden deutschen Ärzte halten sich mit diesem Vorgehen exakt an das mit den zuständigen Stellen in der Ukraine vereinbarte Verfahren.

Spekulationen in der ukrainischen Presse über den Gesundheitszustand Frau Timoschenkos, die sich auch auf die medizinische Untersuchung von Prof. Einhäupl und Prof. Haas beziehen, haben keine Grundlage. Beide Ärzte erklären, dass sie sich an solchen Spekulationen mit Verweis auf ärztliche Schweigepflicht sowie das vereinbarte Verfahren weiterhin nicht beteiligen. Sie appellieren an alle Seiten, allein die medizinische Situation der Patientin in den Mittelpunkt zu stellen.

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