Pressemitteilung

06.11.2015

Menschen mit Schmerzen sind gefährdet

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Die Charité - Universitätsmedizin Berlin hat zum 15. Mal eine Studie zur Pflege in Deutschland veröffentlicht. Die bundesweite Untersuchung des Charité-Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaft beschreibt das Ausmaß und die Häufigkeit von Problemen in Pflegeheimen und Krankenhäusern.

Insgesamt wurden 1133 Krankenhauspatienten und 994 Bewohner von Pflegeheimen befragt. In diesem Jahr standen Analysen zu kognitiven Einschränkungen im Mittelpunkt. Dabei berechneten die Wissenschaftler unter anderem den Zusammenhang zwischen kognitiven Leistungseinbußen, Pflegeabhängigkeit und Pflegeproblemen. Weiterhin sind zu den Schwerpunktthemen der letzten Jahre Dekubitus, Pflegeabhängigkeit und Sturz auch Inkontinenz, Ernährung, chronische Wunden, Hautpflege sowie Schmerzen und Mobilität ergänzend untersucht worden.

Eines der zentralen Ergebnisse der Studie ist der Zusammenhang zwischen dem zunehmenden Verlust kognitiver Fähigkeiten und der Abnahme des Schmerzempfindens“, erläutert Privatdozent Dr. Nils Lahmann. „Dies legt den Schluss nahe, dass Menschen, die sich nicht zu eigenen Schmerzen äußern können, gefährdet sind, pflegerisch und medizinisch unterversorgt zu werden“, fügt er hinzu. Der Wissenschaftler möchte für weitergehende Untersuchungen möglichst viele Pflegeeinrichtungen motivieren, an der Studie teilzunehmen: „Um die eigene Einrichtung besser einschätzen und mit anderen vergleichen zu können, liefert die Teilnahme an unserer Pflegestudie wertvolle Informationen“, resümiert Lahmann.

Links

Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft

Kontakt

Privatdozent Dr. Nils Lahmann
Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft
Charité - Universitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 529 066



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