Pressemitteilung

02.08.2007

"Künstliche Arterie" soll Tierversuch ersetzen

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Wirkstoffe zur Behandlung von Krankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Bluthochdruck sollen künftig auch in einem Zellkulturmodell getestet werden können. Ziel ist es, bislang übliche Tierversuche überflüssig zu machen.

Wirkstoffe zur Behandlung von Krankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Bluthochdruck sollen künftig auch in einem Zellkulturmodell getestet werden können. Ziel ist es, bislang übliche Tierversuche überflüssig zu machen. Dafür setzt sich jetzt eine Forschergruppe um Privatdozent Ivo Buschmann vom Center for Cardiovascular Research (CCR) der Charité - Universitätsmedizin Berlin ein. Ihre Arbeit wird über einen Zeitraum von drei Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit einer Summe von rund 1,5 Millionen Euro gefördert. Die Charité kooperiert dabei mit der Membrana GmbH und der ExcorLab GmbH. Aus den Hauptzelltypen von Blutgefäßen wollen die Wissenschaftler eine "künstliche Arterie" entwickeln. Die physiologischen Bedingungen einer in vivo Situation werden dabei durch biomechanische Stimulation in einem Bioreaktor geschaffen. Das humane Zellkulturmodell soll dann wie eine echte Arterie auf Substanzen reagieren, deren Wirkung untersucht werden soll. Für die Entwicklung von Medikamenten gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die mit Gefäßverengung zusammenhängen, ist ein breiter industrieller Einsatz geplant, sobald sich das Verfahren etabliert hat.

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