Pressemitteilung

05.01.2007

"Kosmos und Mensch" verbindet Wissenschaft und Kultur

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Charité und Maxim Gorki Theater Berlin auf den Spuren von Humboldt

Die Bühne des Maxim Gorki Theaters gehört jetzt ein Mal im Monat der Wissenschaft. Unter dem Titel "Kosmos und Mensch" sprechen Forscher der Charité zu aktuellen Fragestellungen der Medizin und ihrer ethischen und philosophischen Verankerung in der Gesellschaft.

Die Bühne des Maxim Gorki Theaters gehört jetzt ein Mal im Monat der Wissenschaft. Unter dem Titel "Kosmos und Mensch" sprechen Forscher der Charité zu aktuellen Fragestellungen der Medizin und ihrer ethischen und philosophischen Verankerung in der Gesellschaft. Mit der neuen Veranstaltungsreihe würdigen die beiden Berliner Institutionen eine große Tradition: Im Winter 1827 hielt Alexander von Humboldt die erste seiner insgesamt 16 Vorlesungen unter dem Titel "Kosmos" in der soeben eingeweihten Berliner Singakademie. Humboldt, dem es nie allein um die Forschung, sondern stets auch wesentlich um deren Vermittlung ging, etablierte mit seinen Vorträgen eine Ebene der direkten Vermittlung zwischen Forschung und interessiertem Bürgertum. Wissenschaft wurde als Unterhaltung konsumierbar und damit als Teil des kulturellen Lebens sichtbar.

Aus der Singakademie ist inzwischen längst das Maxim Gorki Theater geworden, doch die Frage, die Humboldt antrieb, hat nach wie vor Relevanz. "Die Begegnungen zwischen Wissenschaft und Kunst sind, zumindest in Europa, eher zaghaft", erklärt Prof. Detlev Ganten, Vorstandsvorsitzender der Charité - Universitätsmedizin Berlin. Dabei stünden sowohl Wissenschaftler als auch Künstler drängenden gesellschaftlichen Fragen gegenüber. Und Armin Petras, Intendant des Maxim Gorki Theaters ergänzt: "Angesichts dieser Fragen kann und darf es zur Bündelung der intellektuellen und kreativen Kompetenzen keine Alternative geben."

Die neue Veranstaltungsreihe "Kosmos und Mensch" beginnt mit einem Vortrag, der nach dem Anfang fragt. Prof. Detlev Ganten spricht zum Thema "Evolution des Lebens - Gesundheit und Krankheit". Lange Zeit galt die Evolutionstheorie als das kleinste gemeinsame Vielfache, auf das sich alle Wissenschaften, selbst die Theologie, geeinigt hatten. Doch in jüngster Zeit wird wieder an diesem Pfeiler der modernen Wissenschaften gesägt. Die Folge: Ein künstlicher Graben zwischen Religiosität und aufgeklärtem Denken entsteht. Prof. Dr. med. Detlev Ganten nutzt die erste Sonntagsvorlesung zu einem Plädoyer für ein Festhalten an der Evolutionstheorie, die nicht nur die Geschichte des Lebens erzählt, sondern der Medizin wichtige Impulse für seine Erhaltung gibt.

"Wir wollen über den Tellerrand schauen, gemeinsame Visionen entwickeln und Synergien heben", macht Theaterdirektor Petras deutlich. Die Sonntagsvorlesung ist dabei nur ein erster Schritt. Im Jahr 2010, in dem die Charité ihren 300. Geburtstag feiert, werden die Künstler das Theater in die Klinik bringen und an historischen Orten die Geschichte der Charité auf der Bühne zum Leben erwecken.

An einem Sonntag im Monat stehen die Zeichen im Maxim Gorki Theater auf Wissenschaft. Die erste Lesung der Reihe "Kosmos und Mensch" findet am 14. Januar statt. Karten sind ab sofort im Maxim Gorki Theater zum Preis von 7 Euro erhältlich. Telefonische Reservierung unter +49 30 20221 115, sowie online unter undefinedhttp://www.gorki.de.

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