Pressemitteilung

09.09.2014

Kopfarbeit: Form und Charakter

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Neue Intervention im Berliner Medizinhistorischen Museum

Maske aus weißer Schokolade: Die Künstlerin Eva Wandeler filmt, was passiert, wenn Masken schmelzen oder reißen. In welcher Beziehung stehen Form und Charakter, wenn sich die Proportionen eines Gesichts verändern? (Copyright: Eva Wandeler)

Das Berliner Medizinhistorische Museum der Charité (BMM) zeigt jetzt die neue Intervention „Kopfarbeit“. Die Ausstellung setzt sich künstlerisch mit Fragen körperlicher Identität auseinander, denen sich Medizin und Medizingeschichte mit Blick auf Krankheit und Heilung widmen. In ihren Video-Performances erkundet die Künstlerin Eva Wandeler die Beziehungen zwischen Form und Formverlust, zwischen Identität und Absurdität.

Die Schweizer Künstlerin legt sich für ihre Videos Masken aus Eis, Schokolade, Milch und Gelatine auf das Gesicht und filmt, was passiert, wenn die Masken schmelzen oder reißen. In einer anderen Bilderserie bemalt sie sich das Gesicht mit Theaterschminke und bringt es auf diese Weise nach und nach zum Vorschein oder zum Verschwinden. Während dieses Prozesses wirkt die Unsichtbarkeit von Teilen des Gesichts wie eine körperliche Versehrtheit. Welche Merkmale oder Konturen müssen in einem Gesicht noch vorhanden sein, damit es als intakt wahrgenommen wird? In welcher Beziehung stehen Form und Charakter, wenn sich die Proportionen eines Gesichts verändern? In der Intervention des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) im BMM treten Kunst und Wissenschaft darüber in den Dialog. „In dieser Auseinandersetzung über die Wandelbarkeit zeigt sich, dass wir menschliche Gefühle und Eigenschaften vor dem Hintergrund der eigenen kulturellen Erfahrungen in die Gesichter hineinlesen“, sagt Prof. Dr. Thomas Schnalke, Direktor des Medizinhistorischen Museums der Charité.

Die Eröffnung der Ausstellung „Kopfarbeit“ findet am Donnerstag, den 11. September um 19 Uhr in der Hörsaalruine des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité, Charitéplatz 1 in 10117 Berlin, interne Geländeadresse Virchowweg 16, statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Ausstellung ist vom 12. September 2014 bis zum 11. Januar 2015 im BMM zu sehen.

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Kontakt

Prof. Dr. Thomas Schnalke
Direktor des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 536 122



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