Pressemitteilung

26.02.2008

Keine Überstunde in der Charité wird verfallen

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Kostenträger sollen sich an den Tarifbelastungen beteiligen

Kein Arzt an der Charité - Universitätsmedizin Berlin muss fürchten, dass eine geleistete Überstunde verfällt. Das macht der Vorstand der Charité jetzt deutlich. "Wir haben Vorsorge getroffen, die Überstunden unserer Ärztinnen und Ärzte mit Freizeit auszugleichen oder, wenn dies dienstlich nicht möglich ist, die Mehrarbeit finanziell zu vergüten", erklärt der Ärztliche Direktor Prof. Ulrich Frei

Kein Arzt an der Charité - Universitätsmedizin Berlin muss fürchten, dass eine geleistete Überstunde verfällt. Das macht der Vorstand der Charité jetzt deutlich. "Wir haben Vorsorge getroffen, die Überstunden unserer Ärztinnen und Ärzte mit Freizeit auszugleichen oder, wenn dies dienstlich nicht möglich ist, die Mehrarbeit finanziell zu vergüten", erklärt der Ärztliche Direktor Prof. Ulrich Frei und reagierte damit auf Äußerungen der Ärzteinitiative der Charité in der aktuellen Ausgabe der Berliner Morgenpost. Der Tarifvertrag mit dem Marburger Bund sehe zwar vor, dass die Überstunden in dem Jahr abgebaut werden müssen, in dem sie anfallen. Diese Regelung trete aber erst ab 2008 in Kraft.

Um die geleisteten Überstunden zu dokumentieren, wurde mit Inkrafttreten des Vorschalttarifvertrages mit dem Marburger Bund im Mai 2006 ein elektronisches Arbeitszeiterfassungssystem zunächst als Pilotprojekt flächendeckend eingeführt.
2007 wurden 70000 Überstunden von den Ärztinnen und Ärzten der Charité geleistet, bei rund 2300 Ärzten in der Charité leistet der Einzelne also durchschnittlich 2,5 Überstunden im Monat. Eine Verschärfung der Situation ist dabei nicht zu erkennen. Auch im Jahr 2006 hatten die Ärzte der Charité Überstunden in einer vergleichbaren Größenordnung geleistet. "In einem Krankenhaus ist nicht alles planbar, deshalb wird es immer zu Leistungsspitzen kommen, die natürlich auch Überstunden zur Folge haben", erläutert Frei.

Frei appellierte aber gleichzeitig an die Kostenträger, sich an den Mehrkosten, die durch die neuen Tarifverträge verursacht werden, zu beteiligen: "Die Charité und alle anderen Krankenhäuser in diesem Land haben keinerlei zusätzliche Vergütung für die gestiegenen Tarifbelastungen bekommen. Wenn sich daran nichts ändert, werden wir mittelfristig Arztstellen abbauen müssen."

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