Pressemitteilung

17.09.2013

Ist internationale Ausrichtung messbar?

Zurück zur Übersicht

Abschlusskonferenz des EU-Projekts IMS 2020

Was bedeutet eigentlich Internationalisierung der medizinischen Hochschulen? Ab wann gilt eine medizinische Hochschule als international? Und wie kann die internationale Ausrichtung gemessen werden? Diese Fragen untersuchten während der letzten drei Jahre sieben medizinische Fakultäten in Europa und Australien. Daraus ist eine Methode entstanden, mit der sich der Grad der Internationalität einer medizinischen Hochschule ablesen lässt. Das von der CharitéUniversitätsmedizin Berlin koordinierte Projekt „International Medical School 2020“ (IMS 2020) wurde von der Europäischen Kommission im Rahmen des ERASMUS-Programms gefördert. Die Ergebnisse sind auf der gestrigen Abschlusskonferenz präsentiert worden.

Ziel des Projektes war es, ein Qualitätslabel zu entwickeln, welches es international ausgerichteten medizinischen Fakultäten ermöglicht, sich am Markt hervorzuheben. Dazu legten die beteiligten Institutionen zunächst sogenannte Indikatoren und Standards fest, mit denen der Grad der Internationalisierung einer Einrichtung bewertet werden kann. Diese definieren beispielsweise, wie hoch der prozentuale Anteil an englischsprachigen Unterrichtseinheiten, an ausländischen Studenten und Lehrenden oder wie hoch das Engagement in Weltgesundheitsthemen einer Fakultät ist. Auch das Maß an Kooperationen mit Partneruniversitäten im Ausland sowie die Anzahl an internationalen Forschungsprojekten und Forschungsgruppen der Institution bilden relevante Kennziffern. Im Ergebnis ist ein Katalog mit insgesamt 100 messbaren Indikatoren entstanden, mit dem sich der Grad der Internationalisierung standardisiert erfassen lässt.

„Die Entwicklung des IMS-Qualitätslabels zeigt, dass die Internationalisierung medizinischer Hochschulen nicht nur messbar und dadurch steuerbar ist, sondern dass sie auch einen entscheidenden Erfolgsfaktor darstellt“, erklärt Ulrike Arnold, Leiterin der Charité International Cooperation (ChIC) und Koordinatorin des Projekts IMS 2020. „Eine internationale Ausrichtung ist heute ein wichtiger Indikator für die Qualität im Hochschulbereich."

Die Projektpartner von IMS 2020 sind neben der Charité die Université René Descartes Paris, die Universität Antwerpen, La Sapienza Università in Rom, das schwedische Karolinska Institut, die Medizinische Universität Warschau, die Monash University in Melbourne sowie die Beratungsfirmen Brussels Education Service und CHE Consult. Jetzt wollen die beteiligten Institutionen gemeinsam eine Plattform entwickeln, die als Anlaufstelle für diejenigen medizinischen Universitäten dienen soll, die ihre Internationalisierung strukturiert vorantreiben möchten. Die Plattform soll zudem einen regen Austausch zu praxisnahen Erfahrungen, engeren Kooperationen und gegenseitigem Lernen auf dem Gebiet der Internationalisierung fördern.

Links

www.ims-2020.eu

Kontakt

Ulrike Arnold
Charité International Cooperation (ChIC)
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 450 576 031



Zurück zur Übersicht