Pressemitteilung

07.10.2010

Hirnforschung und Menschenbild - Kongress der Naturforscher und Ärzte

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Die CharitéUniversitätsmedizin Berlin und die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte e.V. (GDNÄ) richten am Freitag, den 8. Oktober, aus Anlass des 300-jährigen Jubiläums der Charité einen gemeinsamen Tageskongress aus. Unter dem Motto „Fühlen – Denken – Handeln: Dominiert die Neurowissenschaft unser Menschenbild?“ diskutieren die Referenten aktuelle Erkenntnisse der Hirnforschung und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen. Mit dem wachsenden Wissen über die Komplexität des menschlichen Gehirns werden neue Fragen aufgeworfen: Hat der Mensch einen freien Willen? Brauchen wir ein spezielles „Neurorecht“ oder sogar ein neues Menschenbild? Wann sind die ethischen Grenzen von technologischen Entwicklungen erreicht, die beispielsweise das menschliche Gehirn über eine Schnittstelle mit einem Computer verbinden können? Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind eingeladen, diese Fragen am Freitag, den. 8. Oktober, um 13.00 Uhr bei einer Pressekonferenz im Langenbeck-Virchow-Haus, Luisenstrasse 58/59, 10117 Berlin, mit den Referenten zu diskutieren. Dabei wird Prof. Gabriel Curio von der Klinik für Neurologie der Charité über den Stand der Berliner Forschungen in der Vernetzung von Hirnströmen Gelähmter mit Computer-Programmen berichten. Fernziel ist, mit Hilfe der Gedanken eines Tages motorisierte Prothesen zu steuern. Der Jurist Dr. Tade M. Spranger von der Universität Bonn skizziert, welche Folgen die Fortschritte der neurologischen Forschung für ganz konkrete Rechtsfragen des Alltags haben könnten. Der Vorstandsvorsitzende der Charité, Prof. Karl Max Einhäupl, ist ebenfalls Neurologe. Auch er wird, gemeinsam mit dem Präsidenten der GDNÄ, Prof. Hans-Peter Zenner, unter anderem zur gesellschaftlichen Verantwortung großer Wissenschaftsorganisationen in medizinethischen Fragen Stellung nehmen. Der Tageskongress, der am Freitag ab 9 Uhr am selben Ort stattfindet, ist für Medienvertreter ebenfalls offen.

Kontakt

Claudia Peter
Charité - Universitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 570 400



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