Pressemitteilung

04.06.2015

Highlights der internationalen Krebsforschung

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Charité-Wissenschaftler mit aktuellen Forschungen auf ASCO-Jahrestagung

Krebsspezialisten der CharitéUniversitätsmedizin Berlin haben auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) aktuelle Studien zur Behandlung von Pankreastumoren, Kopf-Hals-Tumoren und gynäkologischen Krebserkrankungen vorgestellt. Zudem wurde über Forschungen zu Brustkrebs, neuroendokrinen Tumoren und Magenkarzinomen berichtet. Schwerpunkte des Kongresses waren richtungsweisende Entwicklungen in der Immuntherapie sowie Fortschritte bei molekular gezielten Krebstherapien.

Mit über 30.000 Experten ist der amerikanische Krebskongress das wichtigste Jahrestreffen für die Tumormedizin. Hier werden neue Studien vorgestellt, Ergebnisse diskutiert und Konsequenzen für die Behandlung aller Krebsarten besprochen. Auch in diesem Jahr hat sich die Charité intensiv eingebracht. Aus dem Charité Comprehensive Cancer Center (CCCC) sind eine Reihe neuer Ergebnisse vorgestellt worden, die für die Behandlung von Tumorpatienten relevant sind und für künftige Forschungsprojekte die Richtung bestimmen.

Dr. Marianne Sinn, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie der Charité, berichtete über eine derzeit laufende Studie mit über 400 Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs, die nach der Operation mit einer Kombinationstherapie eines Zytostatikums und der Substanz Erlotinib behandelt wurden. Die Wirkung dieser zielgerichteten Therapieform bei bestimmten Patienten wird demnächst in translationalen Forschungsprojekten weiter untersucht.

Dr. Ingeborg Tinhofer-Keilholz, Leiterin des Forschungslabors der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie der Charité, stellte eine Studie vor, an der Charité-Wissenschaftler im Rahmen eines Forschungsprogramms der Radioonkologiegruppe des Deutschen Konsortiums für translationale Krebsforschung (DKTK-ROG) maßgeblich beteiligt sind. Das Berliner Team bestimmt hierbei das Mutationsspektrum von Kopf-Hals-Karzinomen und dessen Einfluss auf die Wirksamkeit der eingesetzten Radiochemotherapie. Damit leistete sie einen Beitrag zur wachsenden Bedeutung von Tumorprofilen. Die Analyse einzelner Tumorcharakteristika unterstützt den Therapieerfolg.

Mit mehreren Studien zu Eierstockkrebserkrankungen konnten Onkologen der Charité ebenfalls zur internationalen Diskussion beitragen. Sie arbeiten beispielsweise an einem durch Biomarker bestimmten Wert zur Unterscheidung bösartiger und gutartiger Tumore des Eierstocks, zielgerichteten Therapien im Fall von Ovarialkarzinomrezidiven oder der Auswirkung von Mutationen des Brustkrebsgenes BRCA auf Tumore des Eierstocks und deren Behandlung.

Links

Charité Comprehensive Cancer Center

ASCO

Kontakt

Prof. Dr. Ulrich Keilholz
Kommissarischer Direktor des Charité Comprehensive Cancer Center
Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 564 622



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