Pressemitteilung

30.06.2016

GeDenkOrt.Charité: Wanderausstellung „… unmöglich, diesen Schrecken aufzuhalten“

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Besucher der Wanderausstellung „… unmöglich, diesen Schrecken aufzuhalten“. Copyright: Peitz/ Charité.

Die CharitéUniversitätsmedizin Berlin zeigt im Rahmen ihres Projekts Wissenschaft in Verantwortung – GeDenkOrt.Charité die Ausstellung „… unmöglich, diesen Schrecken aufzuhalten“. Gezeigt werden die unterschiedlichen Aspekte der medizinischen Versorgung durch Häftlinge im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück.

Es wird gefragt: Welchen Handlungsspielraum hatten die Ärztinnen und Pflegerinnen? Welchen Konflikten war das medizinische Häftlingspersonal permanent ausgesetzt? Eine Tätigkeit als Ärztin oder Pflegerin bedeutete für die inhaftierten Frauen eine andauernde Gratwanderung zwischen den Befehlen der SS, den Bedürfnissen der Kranken und den eigenen Überlebensinteressen. Anhand von Dokumenten, Fotos, Zeichnungen und Schriftzeugnissen ehemaliger Krankenrevierarbeiterinnen und ihrer Patientinnen werden die unterschiedlichen Facetten des Lageralltags beleuchtet.

Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité sagte anlässlich der gestrigen Eröffnung: „Die Ausstellung veranschaulicht sehr deutlich die traumatisch wirkende Zwangslage, der die inhaftierten Ärztinnen und Pflegerinnen in Ravensbrück tagtäglich ausgesetzt waren.“ Er fügt hinzu: „Darüber hinaus ist die Thematik äußerst relevant für unser Projekt GeDenkOrt.Charité – Wissenschaft in Verantwortung und auch für die medizinischen Mitarbeiter der Charité. Denn es gehört zur traurigen historischen Wahrheit, dass sich deutsche Mediziner – darunter auch Ärzte der Charité – während des Nationalsozialismus in Ausübung ihres Berufes an grausamen Taten beteiligt haben. Wir sind sehr dankbar, dass wir die Wanderausstellung bei uns zeigen können.“

Die Ausstellung ist vom 30. Juni bis 31. August 2016 montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr im CharitéCrossOver (CCO), Campus Charité Mitte, Charitéplatz 1 in 10117 Berlin, Geländeadresse: Virchowweg 6 zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Über „… unmöglich, diesen Schrecken aufzuhalten“
Konzipiert wurde die Ausstellung vom Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e. V. (AKF) in Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück/ Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten (MGR/SBG). Sie wurde erstmals im April 2016 in Ravensbrück gezeigt.

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Wanderausstellung „… unmöglich, diesen Schrecken aufzuhalten“

 

 

Kontakt

Manuela Zingl
Stellvertretende Pressesprecherin
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 570 400



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