Pressemitteilung

02.03.2011

Etappensieg in neuer Runde der Exzellenzinitiative

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Ein Cluster und eine Graduiertenschule sind im Rennen

Die Charité - Universitätsmedizin Berlin bleibt in der Exzellenzinitiative auf der Erfolgsspur. Die Sprecher für ein Exzellenzcluster und eine Graduiertenschule sind heute von der Gemeinsamen Kommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Wissenschaftsrats aufgefordert worden, bis zum 1. September ausführliche Anträge abzugeben. Damit gesellen sie sich zu den beiden bereits bestehenden Exzellenzeinrichtungen der Charité, dem Cluster „NeuroCure“ und der Graduiertenschule „Berlin Brandenburg School for Regenerative Therapies“
(BSRT), die ebenfalls im September die Verlängerung ihrer Förderung neu beantragen werden. Die Charité hat somit die Chance, im günstigsten Fall bis 2017 zwei Exzellenzcluster und zwei Graduiertenschulen zu wichtigen Säulen der Forschungsschwerpunkte der Charité auszubauen. Hierzu fällt die endgültige Förderentscheidung im Sommer 2012.

„Dieser Erfolg beruht ganz entscheidend auf den hervorragenden Leistungen unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, aber auch auf der flexiblen Forschungsförderung, die in den letzten Jahren an der Charité eingerichtet wurde“, erklärte Prof. Annette Grüters-Kieslich, die Dekanin der Charité. „Die Kommission hat in ihrer Entscheidung honoriert, dass es uns gelungen ist, gemeinsam mit der Freien Universität, der Humboldt-Universität und den außeruniversitären Forschungseinrichtungen das enorme Potential an exzellenten Forscherinnen und Forschern in der Biomedizin in Berlin effizient zu bündeln.“

Im Mittelpunkt des Cluster-Antrags „GenoRare“ stehen die Waisenkinder der Medizin - die Patientinnen und Patienten mit seltenen Erkrankungen. Im soeben gegründeten Berliner Centrum für Seltene Erkrankungen an der Charité werden diese Patienten betreut, und im neuen Forschungscluster will Prof. Stefan Mundlos vom Institut für Medizinische Genetik und Humangenetik in Zusammenarbeit mit Forschergruppen des Max-Delbrück-Centrums, des Max Planck Instituts für Molekulare Genetik sowie von FU und HU die genauen Entstehungsmechanismen seltener Erkrankungen erforschen. Die Klärung der Ursache ist der erste und wichtigste Schritt in der Entwicklung von Therapien. „Die heutige Aufforderung, einen vollen Antrag zu erarbeiten, bedeutet eine große Chance, mit der systematischen Analyse und funktionellen Untersuchung von Genen bei seltenen Erkrankungen den Grundstein für eine neue Phase der personalisierten Medizin zu legen“, erklärte er. Eng verzahnt werden diese systembiologischen Forschungsaktivitäten mit der Forschung am MDC, mit der Erörterung ethischer Aspekte der Genomanalyse an der philosophischen Fakultät der HU sowie mit einem eigens strukturierten Doktoranden-Programm, das den besonderen Anforderungen der medizinischen Molekulargenetik Rechnung tragen und von der Dahlem Research School der FU koordiniert werden soll.

Auch bei der geplanten „Berliner Graduiertenschule für integrative Onkologie“ sind die Freie Universität und die Humboldt - Universität wichtige Partner. „Wir wollen in einer besonders eng vernetzten Weise angehende Grundlagenwissenschaftler gemeinsam mit jungen Ärztinnen und Ärzten mit Interesse an der Krebsforschung so ausbilden, dass sie die zukünftigen Therapie-Strategien gegen die medizinische wie gesellschaftliche Herausforderung `Krebs´ entwickeln können“, erklärte der Initiator des Antrags, Prof. Clemens Schmitt vom Molekularen Krebsforschungszentrum der Charité. Er hofft, bei Bewilligung des Vollantrags für das Projekt Fördermittel der Exzellenzinitiatve zwischen einer und 2,5 Millionen Euro pro Jahr zu erhalten.

Exzellenzcluster können mit einer jährlichen Förderung zwischen drei und acht Millionen Euro rechnen. „Das ist ein sehr nachhaltiger Impuls für die Wissenschaft, aber auch für die regionale Wirtschaft in Berlin und Brandenburg“, sagte Prof. Karl Max Einhäupl, der Vorstandsvorsitzende der Charité. Allein in den beiden bislang von der Charité verantworteten Einrichtungen NeuroCure und BSRT wurden neben zahlreichen hochkarätigen wissenschaftlichen Veröffentlichungen und innovativen Therapieansätzen  in den letzten vier Jahren 149 Arbeitsplätze für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geschaffen. Hinzu kommen das Exzellenzcluster „Languages of Emotion“ der FU und die „Berlin School of Mind and Brain“ der Humboldt-Universität. Dort verantwortet die Charité ebenfalls wichtige Teilbereiche mit insgesamt 33 neu eingestellten Forscherinnen und Forschern. „Viele der hervorragenden Wissenschaftler konnten wir aufgrund der attraktiven Forschungsbedingungen, die wir im Rahmen der Exzellenzinitiative bieten können - aber natürlich auch wegen der dynamischen Atmosphäre in unserer Stadt - aus dem Ausland gewinnen“, erläuterte die Dekanin. Auf dieser Grundlage werde die Charité alles daran setzen, ab 2012 mit hoffentlich weiteren Exzellenz-Projekten den Forschungsstandort Berlin-Brandenburg weiter ausbauen zu können.

Kontakt

Claudia Peter
GB Unternehmenskommunikation
t.:+ 49 30 450 570 503



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