Pressemitteilung

25.03.2008

Dolmetscher kann türkischen Patienten helfen

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17 bis 19 Prozent der befragten Ärzte halten die Kommunikation mit Patienten türkischer Herkunft für unzureichend. Das hat eine Studie der CharitéUniversitätsmedizin Berlin an drei Berliner Kliniken jetzt ergeben. Ein großes Problem stellen die Sprachschwierigkeiten dar. Türkische Patienten sind außerdem eher zurückhaltend bei der Beschreibung ihrer Beschwerden. „Das führt häufig dazu, dass der Arzt nicht alle medizinisch relevanten Fakten kennt“, erklärt Dr. Birgit Babitsch vom Institut für Geschlechterforschung in der Medizin, die die Studie betreut hat. „Dolmetscher am Krankenbett könnten die interkulturelle Verständigung verbessern.“ Bei deutschen Patienten lag die Quote der Unzufriedenheit der Ärzte bei 9 bis 12 Prozent. Geschlechterspezifische Schwankungen innerhalb der ethnischen Gruppen gab es kaum. Veröffentlicht wurde die Studie, welche am Charité Virchow-Klinikum und am Vivantes Klinikum am Urban und Neukölln durchgeführt wurde, in der Onlinefachzeitschrift BMC Health Services Research. Die drei Berliner Kliniken wurden aufgrund des hohen Migrationsanteils der Patienten ausgewählt. Insgesamt wurden 2400 Fragebögen von Ärztinnen und Ärzten der Inneren Medizin und der Gynäkologie ausgefüllt.

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