Pressemitteilung

01.03.2012

DKMS Nabelschnurblutbank in Berlin aktiv

Zurück zur Übersicht

Geburtsklinik der Charité ist ausgewiesene Entnahmeklinik

Werdende Eltern an der CharitéUniversitätsmedizin Berlin haben jetzt die Möglichkeit, das Nabelschnurblut ihrer Kinder zu spenden. An den Campi Charité Mitte und Virchow-Klinikum ist die Entnahme des Nabelschnurblutes möglich. Die darin enthaltenen Stammzellen können Leukämiepatienten in manchen Fällen die Chance auf ein neues Leben ermöglichen. 

Alle 45 Minuten reißt die Diagnose Leukämie in Deutschland einen Menschen aus seinem bisherigen Leben, darunter auch viele Kinder und Jugendliche. Vielen Patienten kann nur durch eine Stammzellspende geholfen werden. Seit kurzem bietet die Nabelschnurblutbank der Deutschen Knochenmarkspendedatei (DKMS) die kostenlose Entnahme von Stammzellen aus dem Nabelschnurblut auch an der Charité an. Die DKMS Nabelschnurblutbank hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Spende von Nabelschnurblut zu fördern. Dies wird direkt im Anschluss einer Geburt aus der Nabelschnur gewonnen und der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt.

„Die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut sind noch nicht auf einen bestimmten Typ festgelegt und können sich daher zu verschiedenen Gewebe- oder Zelltypen im Körper weiterentwickeln. Bei einer Transplantation müssen daher nicht alle Merkmale übereinstimmen. Die Spende des Nabelschnurblutes ist ohne Risiken“, erklärt Dr. Markus Vogt von der Klinik für Geburtsmedizin am Campus Charité Mitte.
Direkt nach der Geburt können die Nabelschnurblut-Präparate gesammelt und konserviert werden, um bei passender Merkmalskombination zum Einsatz zu kommen. Stimmen die Stammzellen mit denen eines Leukämiepatienten überein, können sie ihm transplantiert werden.

Für eine erfolgreiche Transplantation müssen die Gewebemerkmale von Spender und Patient nahezu vollständig übereinstimmen. Abhängig von Merkmalskombination kann die Chance, einen passenden Spender zu finden zwischen, 1:20 000 und 1:mehreren Millionen liegen. Damit die Chancen steigen, passende Spender zu finden, ist es wichtig, dass auch möglichst viele Neugeborene ihr Nabelschnurblut spenden.
Nabelschnurblutspenden für die DKMS Nabelschnurblutbank werden bundesweit in rund 170 Kooperationskliniken mit speziell geschultem Personal entgegen genommen.

Links

Öffnet externen Link im aktuellen FensterKlinik für Geburtsmedizin der Charité

Kontakt

Dr. Markus Vogt
Klinik für Geburtsmedizin
Campus Charité Mitte
t: +49 30 450 564 195



Zurück zur Übersicht