Pressemitteilung

20.04.2015

Deutsch-polnische Tagung zu Ludwik Hirszfeld

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„Blutforschung oder Blutwahn?“ fragt die Konferenz zum deutsch-polnischen Mediziner Ludwik Hirszfeld. Die CharitéUniversitätsmedizin Berlin organisiert die interdisziplinäre Veranstaltung gemeinsam mit dem Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Ziel ist es, Hirszfelds Wirken historisch zu kontextualisieren und so die Arbeiten des Forschers und seine wissenschaftspolitischen Aktivitäten medizinhistorisch einzuordnen.

Ludwik Hirszfeld (1884 bis 1954) studierte Medizin in Würzburg und Berlin und gehörte anschließend zu den renommiertesten medizinischen Forschern seiner Zeit. Sein Schwerpunkt war die Erforschung des Blutes. So hat der Immunologe beispielsweise maßgeblich zur Feststellung der Erblichkeit der Blutgruppen beigetragen. Bekannt wurde Hirszfeld dann vor allem durch die Einteilung der Blutgruppen in A, B, AB und 0, die er gemeinsam mit Emil Freiherr von Dungern eingeführte hatte. Ab 1945 war der Wissenschaftler zudem Professor in Wroclaw/Breslau und Mitbegründer des Instituts für Immunologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften.

Auf der interdisziplinären Konferenz kommen sowohl medizinische Forscher als auch Geschichtswissenschaftler und Biografieforscher zu Wort. Der biografische Ansatz setzt sich dabei mit Hirszfelds eigener Lebensbetrachtung auseinander: Er war in verschiedenen europäischen Ländern und politischen Systemen tätig. Zudem bietet sein Lebensweg einen persönlichen Zugang zu den komplexen Wirkzusammenhängen der medizinischen Forschungslandschaft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Die Konferenz findet am Donnerstag, den 23. April von 18 bis 20 Uhr in der Hörsaalruine des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité, Campus Charité Mitte, Charitéplatz 1 in 10117 Berlin (Geländeadresse: Virchowweg 16), statt. Am Freitag, den 24. April ist der Hörsaal Berlin Dahlem am Charité Campus Benjamin Franklin, Thielallee 71 in 14195 Berlin, Veranstaltungsort. Die Konferenz wird in Deutsch und Polnisch durchgeführt und die Vorträge jeweils simultan übersetzt.

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Öffnet externen Link im aktuellen FensterInstitut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin


Kontakt

Dr. Thomas Beddies
Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 529 241
 



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