Pressemitteilung

17.10.2012

CharitéCrossOver feierlich eingeweiht

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Neues Lehr- und Forschungszentrum der Medizinischen Fakultät

Die CharitéUniversitätsmedizin Berlin hat pünktlich und planmäßig zum Semesterbeginn ihr neues Lehr- und Forschungszentrum feierlich eröffnet. Das moderne Gebäude auf dem historischen Campus Charité Mitte vereint erstmals wichtige Grundlagenfächer der Medizinischen Fakultät, das Exzellenzcluster NeuroCure sowie die Lehre insbesondere in den naturwissenschaftlichen Fächern des Medizinstudiums.

Prof. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité erklärt zur Eröffnung: „Es soll die gute Stube der Charité werden, in der Studierende, Nachwuchswissenschaftler und führende Forscher Tür an Tür daran arbeiten, Spitzenforschung schnell an das Krankenbett zu bringen. Das erwarten die Menschen von uns.“

Prof. Annette Grüters-Kieslich, Dekanin der Charité betont: „Ein gemeinsames Gebäude für Forschung, Wissenschaft und Lehre, kommt auch der Translation, also der Übertragung wissenschaftlicher Erkenntnisse der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung, zugute.“ Sie ergänzt: „Mit dem CharitéCrossOver sind exzellente Arbeits-, Lehr- und Lernbedingungen für die Berliner Naturwissenschaftler und Mediziner, aber auch für Gastwissenschaftler aus der ganzen Welt entstanden, die sicher für die Zeiten entschädigen, in denen viel improvisiert werden musste.“

Im März 2010 wurde die Baugrube ausgehoben, das Richtfest konnte im Mai 2011 gefeiert werden. Insgesamt verfügt das CharitéCrossOver über eine Bruttogeschossfläche von 27.000 Quadratmetern. Einen Teil des Gebäudes hat das Exzellenzcluster NeuroCure bezogen, das im Juni von einer internationalen Gutachterkommission zur Weiterförderung bis 2017 empfohlen wurde. Mit seinen Forschungsthemen Schlaganfall, Multiple Sklerose, Parkinson und Alzheimer leistet es einen wichtigen Beitrag, neurologische Volkskrankheiten besser zu verstehen und zukünftig besser behandeln zu können.

Die Errichtung des Lehr- und Forschungsgebäudes hat insgesamt rund 86 Millionen Euro gekostet. Es wurde vom Bund mit 20,75 Millionen Euro mitfinanziert. Zur Realisierung des Bauvorhabens wurden 142 Aufträge erteilt.

Matthias Scheller, Direktor des Klinikums der Charité, stellt fest: „Der erfolgreiche Neubau der Vorklinik ist ein erster wichtiger Meilenstein im Gesamtbauprozess der Charité. Vielen Dank an die vielen Menschen, die an diesem Bau mitgewirkt haben.“

Zu den Eröffnungsfeierlichkeiten konnte die Charité auch zahlreiche Gäste aus der Bundes- und Landespolitik begrüßen.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit, der 2009 gemeinsam mit Prof. Grüters-Kieslich den ersten Spatenstich für das Lehr- und Forschungsgebäude vorgenommen hatte, betont: „Die Charité ist mit ihren verschiedenen Standorten ein Aushängeschild unserer Gesundheitsmetropole. Sie ist das bedeutendste Universitätsklinikum in Europa und wir alle sind stolz darauf und tun alles, damit sie eine gute Zukunft hat.“ Er führt weiter aus: „Das CharitéCrossOver ist das erste Projekt im Zuge des Masterplans Charité 2015. Es entstehen exzellente Arbeits-, Lehr- und Lernbedingungen für Studenten, Mediziner und Gastforscher aus der ganzen Welt. Wir sehen an diesem Beispiel, wie wertvoll die Exzellenzinitiative für unsere Wissenschaftseinrichtungen ist. Die Fördermittel des Bundes für das Exzellenzcluster NeuroCure haben dem Projekt einen kräftigen Schub gegeben.“

Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, betont anlässlich der Eröffnung „die hohe Bedeutung der Zusammenarbeit von Bund und Land, um exzellenter Forschung und Lehre den notwendigen Rahmen – einschließlich baulicher Bedingungen – zu geben“. Er ergänzt: „Hier in Berlin an der Charité wird dadurch beispielhaft ein Umfeld für biomedizinische Forschung und ärztliche Ausbildung auf höchstem Niveau entstehen, das es gestattet, wissenschaftlich weltweit zu bestehen und in der Behandlung verschiedenster, vor allem auch neurologischer Erkrankungen voran zu schreiten.“

Regula Lüscher, Berliner Senatsbaudirektorin, hat die Planungen und den Bau von Anfang an betreut. „Ich freue mich, dass es durch diese städtebauliche Komposition gelungen ist, die bisher als ‚Rückseite‘ der Charité wahrgenommene Grundstücksgrenze zum Stadtraum hin gezielt zu öffnen. Damit konnte eine neue Ansichtsseite der Charité gewonnen werden. Mit der Anordnung der Vorklinik und des Forschungszentrums ist nun auch die im denkmalgeschützten Gebäudebestand der Charité eingebettete Platzgestaltung vollendet“, erklärt Lüscher.


Fakten zum CharitéCrossOver im Überblick Bauherr: 
CharitéUniversitätsmedizin Berlin Baudienststelle: 
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin Projektsteuerung: 
SPM Stein Projektmanagement Berlin Generalplaner:  
Stefan Ludes Architekten GmbH Berlin Flächen:
23.000 qm Bruttogeschossfläche im Neubau, weitere 4.000 qm in den Altbauten Institute: 
Institut für Neurophysiologie
Institut für Medizinische Physik
Institut für Vegetative Physiologie
Institut für Biochemie und Molekularbiologie
Institut für Biochemie
Institut für Zell- und Neurobiologie
Institut für Physiologie
Neurowissenschaftliches Forschungszentrum (Exzellenzcluster NeuroCure) Aufträge:
142 Aufträge zur Realisierung erteilt Kosten:           
86,16 Millionen Euro
(Vorklinik: 44,66 Millionen Euro; Forschungszentrum: 41,50 Millionen Euro, davon 50 Prozent Fördermittel des Bundes)
Abrechnungsprognose: rund 86 Millionen Euro
Kostenziele erreicht Termine: 
Baubeginn / vorbereitende Maßnahmen: ab November 2009
Baugrube: Beginn März 2010
Rohbau: Beginn Juli 2010
Richtfest: am 23. Mai 2011
Baufertigstellung: August 2012
Einzug der Institute: ab 27. August 2012
Nutzungsbeginn der Lehre: am 15. Oktober 2012
Einweihung: am 17. Oktober 2012
Terminziele erreicht

Kontakt

Stefanie Winde
Leiterin der Unternehmenskommunikation
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 570 400



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