Pressemitteilung

15.04.2011

Charité will Facharzt-Ausbildung reformieren

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Das „Friedrich C. Luft“ Clinical Scientist-Programm für angehende Fachärzte startet heute mit acht Kandidatinnen und Kandidaten

Mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung beginnt heute das „Friedrich C. Luft“- Clinical Scientist-Programm an der CharitéUniversitätsmedizin Berlin. Acht Assistenzärztinnen und Assistenzärzte aus verschiedenen Fachbereichen wurden in einem Begutachtungsprozess ausgewählt, um mit einem speziellen Ausbildungsabschnitt ihre Facharzt-Qualifikation abzurunden.

Das von der VolkswagenStiftung und der Stiftung Charité mit insgesamt 1,4 Millionen Euro geförderte Projekt wird von der Medizinischen Fakultät und dem Vorstand der Charité nachdrücklich unterstützt. Es soll in der Pilotphase zeigen, wie klinische Wissenschaft und Forschung innerhalb der Facharztweiterbildung in Deutschland sinnvoll verankert werden können. „Die rasanten Entwicklungen in der Biotechnologie bedingen das Ende der Feierabendforschung“, erklärt Prof. Dr. Duska Dragun, die das Programm gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Jungen Charité, einer Gruppe junger Medizinerinnen und Mediziner an der Charité, und der Stiftung Charité entwickelt hat. Vielmehr erfordere die fortschreitende Differenzierung, Spezialisierung und Steigerung der Komplexität in der Medizin umfassende Freiräume für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die klinische Tätigkeit und Forschung eng verzahnen möchten, um damit den maximalen Nutzen für Patienten zu erzielen, so Prof. Dragun weiter.

Den Kern des „Clinical Scientist“-Programms bilden neben den geschützten Forschungszeiten Module zum Erwerb wissenschaftlicher Kompetenzen sowie von Management- und Führungsfähigkeiten. Langfristiges Ziel des Pilotprogramms ist es, die strukturierte Facharztausbildung an der Charité fest zu etablieren, die Erfahrungen mit anderen Universitätsklinika zu teilen und somit die Ausbildung angehender Fachärztinnen und Fachärzte bundesweit zu reformieren.

Die Charité ist mit 150 Millionen Euro an Drittmitteln, zehn Sonderforschungsbereichen und vier im Rahmen der Exzellenzinitiative geförderten Forschungsprojekten die wissenschaftlich stärkste Universitätsmedizin in Deutschland. Die Integration von Forschung, Lehre und Krankenversorgung an der Charité bietet ideale Voraussetzungen für translationale Forschung. Mit dem Motto „Wir bringen Spitzenforschung ans Krankenbett“ wird dieser Anspruch unterstrichen.

Die gemeinnützige VolkswagenStiftung fördert seit 1962 Forschungsvorhaben in allen Disziplinen. Im Rahmen wechselnder Förderinitiativen gibt sie der Wissenschaft gezielt Impulse. Das Clinical Scientist-Programm wird in der Förderinitiative ‚Offen – für Außergewöhnliches’ unterstützt. Diese Förderinitiative richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die eine herausragende Projektidee mit einem innovativen Forschungsansatz verfolgen und quer zu Disziplinen und Mainstream denken.

Die von der Unternehmerin Johanna Quandt gegründete Stiftung Charité fördert an der Charité und bei ihren Partnern unternehmerisch handelnde Veränderer und Innovationsprojekte in Forschung, Lehre und Krankenversorgung. Sie setzt als Stiftung auch unternehmerische Mittel ein, um ihre gemeinnützigen Ziele zu erreichen.

 

Kontakt

Charité – Universitätsmedizin Berlin
Unternehmenskommunikation
Stefanie Winde
Telefon: 030 450 570 400

VolkswagenStiftung
Kommunikation
Jens Rehländer
Telefon: 0511 8381 380

Stiftung Charité
Projektmanagement
Annika Weschler
Telefon: 030 450 570 576



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