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04.04.2012

Charité widmet sich der Gesundheit im Alter

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World Health Day: Kampf gegen Zivilisationskrankheiten eint Nord und Süd

Aus Anlass des diesjährigen World Health Day am Karsamstag, der unter dem Motto „Gesundheit gibt den Jahren mehr Leben“ steht, hat Prof. Detlev Ganten,  Präsident des World Health Summit an der CharitéUniversitätsmedizin Berlin, die Umweltbedingungen gesunden Alterns in den Blickpunkt gerückt. „Unsere Gesundheit hängt nur zu zwanzig Prozent von der Medizin ab – der Rest liegt an unserer Umwelt und unserem Lebensstil“, erklärte er.  Prof. Ganten, Molekularmediziner und Pharmakologe, hat vor einem Jahr das Sachbuch „Die Steinzeit steckt uns in den Knochen. Gesundheit als Erbe der Evolution“ veröffentlicht und die gesellschaftlichen Folgen der weltweit steigenden Lebenserwartung zu einem zentralen Thema des alljährlich im Oktober stattfindenden World Health Summit gemacht. In den Schwellen- und Entwicklungsländern schätzt er vor allem die Ernährungssituation als Gesundheitsrisiko für die wachsende und älter werdende Bevölkerung ein. Chronische Krankheiten wie Fettleibigkeit und Diabetes seien auch dort auf dem Vormarsch. „Die Menschen werden durch die Industrialisierung in Krankheiten getrieben“, sagte er.

Die Lebens- und Gesundheitssituation älterer Menschen in Deutschland ist einer der Forschungsschwerpunkt am Institut für Medizinische Soziologie von Prof. Adelheid Kuhlmey, das dieser Tage sein zehnjähriges Bestehen feiert. Im Rahmen des Berliner Forschungsverbunds „Autonomie trotz Multimorbidität im Alter“ (AMA) untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Beispiel, auf welche Weise man ältere Menschen trotz chronischer Erkrankungen zu einem aktiveren Lebensstil bewegen kann. „Körperliche Aktivität im Alter ist ganz klar assoziiert mit höherer Lebensqualität und längerem Überleben, auch bei Vorhandensein einschränkender Krankheiten“, erläuterte sie. Ein weiteres ihrer Projekte befasst sich mit der Frage, wie ältere Menschen mit Migrationshintergrund mit den Themen „Alter“ und „Pflege“ umgehen. Im Rahmen dieser Untersuchung führt Prof. Kuhlmeys Team ausführliche „narrative Leitfaden-Interviews“ mit Migrantinnen und Migranten türkischen sowie russischen oder sowjetischen Hintergrunds.

Aus Anlass des World Health Days am Karsamstag, dem 07. April 2012, stehen Prof. Kuhlmey und Prof. Ganten Vertreterinnen und Vertretern der Medien in den nächsten Tagen für Interviews zur Verfügung.

Kontakt

Prof. Adelheid Kuhlmey
Direktorin des Instituts für Medizinische Soziologie
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 (0)177/2668533

Prof. Detlev Ganten
Präsident des World Health Summit
(eingeschränkte Verfügbarkeit wegen USA-Aufenthalts)



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