Pressemitteilung

07.08.2017

Charité: ver.di-Aktionsstreik ist nicht konstruktiv

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Mit einem Streik an der CharitéUniversitätsmedizin Berlin will die Gewerkschaft ver.di am morgigen Dienstag Druck im laufenden Tarifstreit ausüben. „Aus Sicht des Vorstands der Charité ist dies kein konstruktiver Weg, um die im Tarifvertrag von 2016 gemeinsam definierten Ziele zwischen ver.di und der Charité zu erreichen“, sagt der Ärztliche Direktor der Charité Prof. Dr. Ulrich Frei. Die Charité hat mit ihrem Tarifvertrag vor zwei Jahren bundesweit einmalige Maßstäbe zur Verbesserung der Pflege an Krankenhäusern gesetzt. ver.di hat diesen Vertrag leichtfertig zum 30.6.2017 auslaufen lassen.

„Wir teilen uneingeschränkt die Auffassung, dass es mehr Pflegepersonal im Krankenhaus geben muss“, betont Prof. Frei. Angesichtes des bundesweit bestehenden Fachkräftemangels im Bereich der Krankenhauspflege ist es trotz internationaler Anwerbung von Pflegekräften noch nicht gelungen, alle von der Charité budgetierten Stellen zu besetzen. Dennoch wurden bereits mehr als 250 zusätzliche Pflegekräfte eingestellt und es werden weitere folgen.

„Wenn nun allerdings in Bereichen, in denen das Besetzungsziel noch nicht vollständig erreicht ist, umgehend Aufnahmestopps und Bettensperrungen verfügt werden, ist dies angesichts der Aufgabe der Charité, im Rahmen ihrer Daseinsfürsorge für das Patientenwohl zu sorgen, kein gangbarer Weg“, sagt Frei. Mit den Aktivitäten und dem geplanten Streik konterkariere ver.di die Bemühungen der Charité um mehr Personal.

Die Charité ist auch weiterhin bereit, über Maßnahmen zur Kompensation von Folgen des Fachkräftemangels zu sprechen und hat ver.di angeboten, den Tarifvertrag wieder in Kraft zu setzen. Die neue Laufzeit des Tarifvertrags würde dann bis zum 31.12.2020 verlängert.

Kontakt

Uwe Dolderer
Leiter der Unternehmenskommunikation und Pressesprecher
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 570 400



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