Pressemitteilung

11.11.2014

Charité unterstützt Aktionswoche der Hochschulmedizin

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Leistungen der Universitätskliniken soll angemessen vergütet werden

Im Rahmen der Aktionswoche der Deutschen Hochschulmedizin „Wir leisten mehr“ hat die CharitéUniversitätsmedizin Berlin in das Charité Comprehensive Cancer Center geladen. In dem standortübergreifenden Kompetenzzentrum für interdisziplinäre Tumormedizin konnten die Charité-Experten zeigen, wie die fachübergreifende Zusammenarbeit in Diagnostik und Therapie zum Wohle der Patienten funktioniert.

Die Tumorkonferenzen sind ein Beispiel für die besondere Rolle und Expertise der deutschen Hochschulmedizin. So beraten Spezialisten für Onkologie, Radiologie, Strahlenmedizin und anderer Fachrichtungen gemeinsam über eine bestmöglich abgestimmte multiprofessionelle und individuelle Therapie für den Patienten. Die Experten bringen hier ihr jeweiliges Fachwissen aus nationalen und internationalen Forschungsprojekten sowie ihre spezifischen Erfahrungen aus der Patientenversorgung ein. Prof. Dr. Karl Lauterbach, Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, sagte: „Solche Fallkonferenzen und Behandlungen auf medizinisch höchstem Niveau sollen in Deutschland möglichst allen Krebspatienten angeboten werden.“

Aus wirtschaftlicher Sicht bedeutet die interdisziplinäre Krankenversorgung deutlich erhöhte Personalkosten – da mehrere Spezialisten unterschiedlicher Disziplinen gleichzeitig mit einem Patienten beschäftigt sind – sowie einen erhöhten organisatorischen Aufwand und ein umfassendes Qualitätsmanagement. „Trotz der gesetzlichen Regelung, die eine Finanzierung von Zuschlägen für interdisziplinäre Behandlungszentren durch die Kostenträger vorsieht, wird gegen die berechtigten finanziellen Ansprüche der Uniklinika großer Widerstand geleistet", erklärte Prof. Dr. Ulrich Frei, Ärztlicher Direktor der Charité. Er ergänzte: „Die Hochschulmedizin eröffnet Patienten neben der hochqualifizierten Versorgung einen Zugang zu neuesten Behandlungsmethoden aus der aktuellen Forschung. Diagnostische und therapeutische Möglichkeiten werden weiterentwickelt und neue Verfahren unmittelbar ans Krankenbett gebracht. In den forschenden Universitätskliniken wird der Großteil der ärztlichen Führungskräfte von morgen ausgebildet.“

Die Universitätsklinika und die Medizinischen Fakultäten wollen bei der Krankenhausreform angemessen berücksichtigt werden. Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe soll bis zum Jahresende Eckpunkte für die Reform ausarbeiten. Die Deutsche Hochschulmedizin verleiht ihren Forderungen mit der Aktionswoche „Wir leisten mehr: Die Deutsche Hochschulmedizin“ Ausdruck. In der Woche vom 10. bis zum 14. November 2014 werden politische Entscheider in den Bundesländern und auf Bundesebene sowie Medien und Öffentlichkeit durch gezielte Aktionen auf die Sonderrolle und Leistungsfähigkeit der Universitätsmedizin an den jeweiligen Standorten aufmerksam gemacht.

Links

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Kontakt

Uwe Dolderer
Leiter der Unternehmenskommunikation
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 570 400



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