Pressemitteilung

20.03.2013

Charité und Vivantes starten Netzwerk zur Behandlung von Eierstockkrebs

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Die CharitéUniversitätsmedizin Berlin und Vivantes haben jetzt ihre erste gemeinsame Online-Tumorkonferenz zur Therapie von Eierstockkrebs gehalten. Die Konferenzen, die von nun an zweiwöchentlich stattfinden werden, geben den Experten von Charité und Vivantes Gelegenheit, den Fachkollegen die Krankheitsbilder ihrer Patientinnen vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren. Anschließend werden zusammen Empfehlungen für die Therapie festgelegt. Die Behandlung der Erkrankung erfolgt dann in den einzelnen Krankenhäusern.

Die Online-Tumorkonferenzen sind Teil des neuen Netzwerks von Charité und Vivantes, mit dem die Behandlung von Patientinnen mit Eierstockkrebs in Berlin und Brandenburg sowie überregional deutlich verbessert werden soll. Hierzu gehören neben dem Austausch von spezialisierten Operateuren und Mitarbeitern auch gemeinsame Forschungsarbeiten. Außerdem führt das Netzwerk Informationsveranstaltungen für Patientinnen und deren Angehörige durch. Ziel der Zusammenarbeit von Charité und Vivantes ist es, ein gemeinsames zertifiziertes Kompetenzzentrum für Eierstockkrebs zu schaffen. Das gemeinsame Netzwerk gehört nun zum größten deutschen Verbund auf dem Gebiet des Eierstockkrebses. Beteiligt sind bislang sechs Vivantes-Kliniken sowie die Klinik für Gynäkologie am Campus Virchow-Klinikum der Charité, die seit 2007 als Europäisches Kompetenzzentrum für Eierstockkrebs (EKZE) zertifiziert ist. Das EKZE ist spezialisiert auf die gesamtonkologische Behandlung von Frauen mit Eierstock-, Bauchfell- und Eileiterkrebs – sowohl bei der Erstdiagnose als auch bei einer Wiedererkrankung. Für seine vielfältigen wissenschaftlichen Aktivitäten auf dem Gebiet der Diagnostik, Therapie und Nachsorge hat sich das EKZE einen internationalen Ruf erworben.

In Berlin werden pro Jahr etwa 400 Patientinnen mit Eierstockkrebs stationär behandelt. Bei zwei Dritteln aller Betroffenen wird die Erkrankung erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Zudem gibt es bisher keine geeigneten Vorsorgemaßnahmen, so dass die sogenannte Fünfjahres-Überlebensrate bei nur etwas mehr als 40 Prozent liegt. Die Qualität der operativen und medikamentösen Behandlung sowie die Einbindung in innovative Studienkonzepte sind dabei von entscheidender Bedeutung.

Links

Öffnet externen Link im aktuellen FensterKlinik für Gynäkologie
Öffnet externen Link im aktuellen FensterEuropäisches Kompetenzzentrum für Eierstockkrebs (EKZE)

Kontakt

Prof. Jalid Sehouli
Direktor der Klinik für Gynäkologie
Leiter des Europäischen Kompetenzzentrums für Eierstockkrebs (EKZE)
Campus Virchow-Klinikum
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 564 002



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