Pressemitteilung

10.02.2012

Charité und KfH kooperieren bei der Kinderdialyse

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Kontinuität und Qualität bei der Nierenersatztherapie

Das KfH-Nierenzentrum für Kinder und Jugendliche am Campus Virchow-Klinikum wird heute offiziell eingeweiht. Die CharitéUniversitätsmedizin Berlin kooperiert damit bei der Behandlung chronisch nierenkranker Kinder mit dem gemeinnützigen KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V.

„Die Charité schätzt sich glücklich, dass es durch die Kooperation mit dem KfH-Nierenzentrum gelungen ist, dem wichtigen Bereich der Kindernephrologie eine gesicherte Zukunft zu verschaffen“, betont Prof. Ulrich Frei, Ärztlicher Direktor der Charité. „Die Behandlung von Nierenerkrankungen im Kindesalter – ein besonderer Bereich seltener Erkrankungen – erfordert hohe Fachkompetenz und intensive Zuwendung ohne ausreichende Kostendeckung. Deshalb sind wir besonders glücklich, dass uns das KfH im Rahmen seiner gemeinnützigen Ziele hier nachdrücklich unterstützt“, fügt er hinzu.

Dr. Ralf Sasse, Vorstandsvorsitzender des KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. in Neu-Isenburg, ergänzt: „Das KfH stellt somit nicht nur in den bisher bundesweit 15 spezialisierten Behandlungseinrichtungen für junge Patienten die Versorgung nierenkranker Patienten sicher, sondern nun auch in der Bundeshauptstadt.“ Damit versorge das KfH in Kooperation mit den jeweiligen Kliniken für Kinder- und Jugendmedizin die weit überwiegende Zahl aller chronisch nierenkranken Kinder in Deutschland, erklärt Sasse.

In dem neuen KfH-Nierenzentrum am Campus Virchow-Klinikum werden Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr mit einer Nierenerkrankung durch ein erfahrenes Team aus Kinderärzten und Fachpflegekräften rund um die Uhr betreut. Dabei werden alle gängigen Dialyseverfahren ambulant angeboten. Darüber hinaus kooperieren die Charité und das KfH bei der Durchführung der stationären Dialysebehandlungen bei Kindern und Jugendlichen.

Die Betreuung der jungen Patienten erfolgt in enger Abstimmung mit den Kollegen aus den kinderärztlichen Fachbereichen. Einen besonderen Schwerpunkt stellt die Betreuung von Kindern und Jugendlichen aller Altersstufen mit chronischer Niereninsuffizienz dar. Diese umfasst die Behandlung von jungen Patienten, die keine Dialysebehandlung benötigen sowie die Behandlung mit einer Nierenersatztherapie, also der Dialyse oder Nierentransplantation. Ernährungsberatung, psychosoziale Betreuung oder auch schulischer Unterricht während der Dialyse, runden die Behandlung ab. Auch für junge Patienten in der Phase der Berufsausbildung gibt es Unterstützung.

Die CharitéUniversitätsmedizin Berlin ist die größte Universitätsklinik Europas. Hier forschen, heilen und lehren 3.800 Ärztinnen und Ärzte sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf internationalem Spitzenniveau. Über die Hälfte der deutschen Nobelpreisträger für Medizin und Physiologie stammen aus der Charité, unter ihnen Emil von Behring, Robert Koch und Paul Ehrlich. Weltweit wird die Charité als ausgezeichnete Ausbildungsstätte geschätzt. Der Campus verteilt sich auf vier Standorte, zu denen über 100 Kliniken und Institute, gebündelt in 17 CharitéCentren, gehören. Mit rund 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erwirtschaftet die Charité mehr als eine Milliarde Euro Umsatz pro Jahr und ist damit einer der größten Arbeitgeber Berlins. Im Jahr 2010 konnte die Charité auf eine 300-jährige Geschichte zurückblicken.

Das gemeinnützige KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. ist Träger des KfH-Nierenzentrums für Kinder und Jugendliche Berlin und war 1969 Wegbereiter und Schrittmacher für eine flächendeckende Dialyseversorgung in Deutschland. Seitdem setzt sich das KfH für eine nach-haltige Verbesserung der medizinischen Versorgung von chronisch nierenkranken Patienten ein. Bundesweit gibt es mehr als 200 KfH-Behandlungseinrichtungen, 8 davon in Berlin. Die Versorgung nierenkranker Kinder und Jugendlicher ist ein wesentliches medizinisches und gesellschaftliches Anliegen des KfH, denn die Behandlung junger Patienten erfordert spezialisierte Einrichtungen, die auf deren besondere Bedürfnisse eingehen. Rund 150 Kinder und Jugendliche erhalten in den insgesamt 16 spezialisierten KfH-Nierenzentren für Kinder und Jugendliche eine Dialysebehandlung. Bundesweit über 5.000 junge Patienten mit chronischer Nierenerkrankung ohne Dialysepflicht sowie nierentransplantierte Patienten werden in den Sprechstunden dieser Behandlungseinrichtungen betreut.

Links

Öffnet externen Link im aktuellen FensterKfH-Nierenzentrum für Kinder und Jugendliche am Campus Virchow-Klinikum

Kontakt

Brigitte Lenz
Verwaltungsleiterin des KfH-Nierenzentrums für Kinder und Jugendliche in der Charité
Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Nephrologie
Campus Virchow-Klinikum
t: +49 30 450 516 016
m: 0170 / 9179502

Prof. Ulrich Frei
Ärztlicher Direktor der Charité
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 570 151



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