Pressemitteilung

05.03.2014

Charité und Hadassah Medical Center unterzeichnen Kooperationsvertrag

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Zusammenarbeit in Kinderheilkunde und Neurowissenschaften

Prof. Dr. Annette Grüters-Kieslich, Dekanin der Charité, und Prof. Dr. Eitan Kerem, Chairman Department of Pediatrics, Hadassah Medical School, bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags
Prof. Dr. Annette Grüters-Kieslich, Dekanin der Charité, und Prof. Dr. Eitan Kerem, Chairman Department of Pediatrics, Hadassah Medical School, bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags

Die CharitéUniversitätsmedizin Berlin und das Hadassah Medical Center in Jerusalem, Israel, haben heute in einem Festakt einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Die beiden Einrichtungen haben vereinbart, bei der akademischen Förderung von Lehre und Forschung zukünftig enger zusammenzuarbeiten. Thematische Schwerpunkte der Kooperation sind zunächst die Bereiche der Kinderheilkunde und der Neurowissenschaften.

Mit dem Kooperationsvertrag verankern die Charité und das Hadassah Medical Center ihre Zusammenarbeit nun auch institutionell. Ziel ist es, die zahlreichen bereits bestehenden wissenschaftlichen Kontakte weiter auszubauen und zu intensivieren. Die Kooperation unter dem Motto „Gemeinsam für eine gesunde Welt“ soll den Austausch zwischen den Wissenschaftlern beider Einrichtungen fördern. Dazu sollen Forschungsaufenthalte von Ärzten, Wissenschaftlern und Studenten an den beiden Partnereinrichtungen in Berlin und Jerusalem ermöglicht und unterstützt werden. Zudem streben die Charité und Hadassah an, gemeinsame Forschungsprojekte auf den Weg zu bringen. Über die Kinder- und Jugendmedizin und die Neurowissenschaften hinaus soll die Kooperation in Zukunft um weitere Bereiche und Themengebiete ergänzt werden.

Zwischen den Wissenschaftlern und Ärzten der Charité und der Hadassah Medical Organization in Jerusalem bestehen bereits verschiedene wissenschaftliche Kontakte. So arbeiten beispielsweise die Kliniken für Pädiatrie beider Häuser seit längerem auf den Gebieten der Pulmologie und der Allergologie zusammen.

„Ich freue mich sehr, dass wir die Zusammenarbeit mit dem Hadassah Medical Center in Jerusalem nun im Rahmen einer institutionellen Partnerschaft fortführen“, sagte Prof. Dr. Annette Grüters-Kieslich, Dekanin der Charité, anlässlich des Festaktes. „Bei seltenen Erkrankungen wie der Neugeborenen-Retinopathie und der Mukoviszidose können nur durch gemeinsame Anstrengungen in der Forschung rascher belastbare Ergebnisse erzielt werden.“

„Unsere Zusammenarbeit ermöglicht es uns, unsere vielfältigen Kapazitäten und Kompetenzen zu vernetzen“, erläuterte Prof. Dr. Friedemann Paul, Neuroimmunologe am Klinischen Forschungszentrum des Exzellenzclusters NeuroCure (NCRC) sowie an der Klinik für Neurologie der Charité. „Gemeinsam können wir sehr viel schneller auf die medizinischen Herausforderungen reagieren, die aus der Zunahme neurologischer Erkrankungen aufgrund der Alterung der Gesellschaft resultieren.“



Hadassah Medical Center

Die Hadassah-Kinderklinik ist einer der wenigen Orte in Israel, an dem Israelis und Palästinenser tagtäglich zusammenkommen, sei es als Patienten, deren Angehörige oder als Arbeitskollegen. Alle Kinder, egal welcher Herkunft, Religion oder Hautfarbe, erhalten hier die bestmögliche medizinische Versorgung. Im täglichen Miteinander tragen die Ärzte und das medizinische Fachpersonal der Hadassah-Kliniken dazu bei, Vorurteile zu überwinden und regionale Konflikte zu entschärfen. Sie leisten dadurch nicht nur medizinische Hilfe, sondern auch einen wichtigen Beitrag zu Völkerverständigung und Frieden im Nahen Osten. Dafür wurde das Hadassah Medical Center 2005 für den Friedensnobelpreis nominiert.

CharitéUniversitätsmedizin Berlin
Die Charité ist eines der ältesten und traditionsreichsten Krankenhäuser Deutschlands und zählt zu den größten Universitätskliniken Europas. Weltweit wird sie als ausgezeichnete Ausbildungsstätte geschätzt. Der Campus verteilt sich auf vier Standorte, zu denen über 100 Kliniken und Institute gehören. In ihrer über dreihundertjährigen Geschichte und mit ihren acht Nobelpreisträgern hat sich die Charité einen einzigartigen Ruf erworben. Mehr als 13.000 Mitarbeiter folgen jeden Tag dem Motto „Forschen, Lehren, Heilen, Helfen“. Sowohl in der präklinischen Forschung als auch in der klinischen Entwicklung von Arzneimitteln, Medizinprodukten und Innovationen im Gesundheitswesen erzielt die Charité exzellente Leistungen. Sie verbindet Fürsorglichkeit, Wissenschaftlichkeit, Verantwortung, Respekt und Unternehmertum in der Universitätsmedizin im Interesse eines selbstbestimmten Lebens.

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Kontakt

Prof. Dr. Friedemann Paul
Klinik für Neurologie
Klinisches Forschungszentrum des Exzellenzclusters NeuroCure (NCRC)
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 539 705



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