Pressemitteilung

24.04.2015

Charité-Studienzentrum untersucht tausendsten Probanden

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Bundesweite Gesundheitsstudie Nationale Kohorte mit positiver Resonanz

„Gemeinsam forschen für eine gesündere Zukunft“ – tausendster Teilnehmer am Studienzentrum Berlin-Mitte, © Charité
„Gemeinsam forschen für eine gesündere Zukunft“ – tausendster Teilnehmer am Studienzentrum Berlin-Mitte, © Charité

Gut ein halbes Jahr nach dem Start der großangelegten Gesellschaftsstudie Nationale Kohorte (NAKO) begrüßt das Studienzentrum Berlin-Mitte an der CharitéUniversitätsmedizin Berlin den eintausendsten Teilnehmer. Innerhalb von 20 bis 30 Jahren sollen 200.000 Menschen an 18 deutschen Studienzentren untersucht werden. Das Zentrum am Campus Charité Mitte wird den Gesundheitszustand sowie die Lebensumstände von 10.000 Berlinern erfassen. Es ist eines von drei Studienzentren in der Stadt.

Die Auswahl der Bürgerinnen und Bürger zwischen 20 und 69 Jahren für diese umfassende Studie zu Gesundheit und Prävention erfolgt rein zufällig. Potenzielle Teilnehmer werden angeschrieben, die Adressen dazu erhalten die Forscher von den jeweiligen Meldebehörden. „Wir freuen uns über das positive Echo und hoffen, dass unseren Einladungen weiterhin so viele Berlinerinnen und Berliner folgen – davon hängt der Erfolg der Studie ab. Jeder einzelne Teilnehmer, egal ob gesund oder krank, ist wichtig und trägt dazu bei, unser Wissen über Volkskrankheiten voranzubringen“, sagt Prof. Thomas Keil, Projektleiter der Nationalen Kohorte an der Charité. Das Ziel der großangelegten Erhebung ist es, insbesondere die Vorbeugung und Früherkennung weit verbreiteter Krankheiten zu verbessern.

Für eine Teilnahme an der Befragung und den umfangreichen medizinischen Tests hat sich auch Werner Niederle entschieden. Der 58-Jährige Diplom-Ingenieur konnte sich als eintausendster Studienteilnehmer am Zentrum Berlin-Mitte eintragen. „Es ist ein ereignisreicher Vormittag gewesen, an dem ich sehr viel über mich erfahren habe. Erfreulich ist vor allem, dass ich offenbar für mein Alter recht fit bin, wie die Messung des Gefäßalters ergeben hat“, freut sich der Wahlberliner. Die Untersuchungen dauern etwa drei bis sechs Stunden. Neben Körpermaßen, Blutdruck und Lungenfunktion werden auch körperliche Aktivität, Stoffwechsel- und Laborwerte erhoben. Einige Teilnehmer erhalten zusätzlich eine 3D-Ultraschalluntersuchung des Herzens und eine Ganzkörper-Kernspintomografie. Aus den gesammelten Daten aller Probanden sollen am Ende Antworten auf grundlegende Fragen gefunden werden: Wer bleibt gesund und wer wird krank? Was sind die Gründe dafür? Welche konkreten Empfehlungen zur Prävention und Gesunderhaltung können abgeleitet werden? Mit Kontinuität und Ausdauer forschen die Wissenschaftler der Nationalen Kohorte so gemeinsam an Lösungen für eine gesündere Zukunft.

Links

Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie

Nationale Kohorte

Kontakt

Dr. Lilian Krist
Leitung Studienzentrum Berlin-Mitte, Nationale Kohorte
Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 529 109



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