Pressemitteilung

10.12.2010

Charité schult afghanische Medizinerinnen und Mediziner

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Vier Ärztinnen und Ärzte des Balkh-Krankenhauses im nordafghanischen Mazar-e-Sharif schließen heute an der CharitéUniversitätsmedizin Berlin eine intensive fünfwöchige Weiterbildung in minimalinvasiven Operationsverfahren ab. Sie haben unter Bauchspiegelung schonende Entfernungen von Gallenblase und Blinddarm genauso durchgeführt wie Krebsoperationen an Magen und Darm. In der Gynäkologie wurde spezielles Augenmerk auf Eingriffe an Eileiter, Eierstock und Gebärmutter gelegt. Die Ausbildung ist Teil einer Kooperationsvereinbarung der Charité mit der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Eschborn. Die Charité wird den nun geschulten Medizinerinnen und Medizinern per Videokonferenz in ihrem Arbeitsalltag in Afghanistan auch weiterhin beratend zur Seite stehen. Darüber hinaus wird ein Experte der Charité zwei zusätzliche Weiterbildungen vor Ort am Balkh-Krankenhaus durchführen. Die notwendigen medizinischen Geräte liefert der dritte Partner der Vereinbarung, das medizintechnische Unternehmen KARL STORZ GmbH  & Co. KG aus dem schwäbischen Tuttlingen. Die Firma hat sich auch verpflichtet, die wartungstechnische Ausbildung zweier weiterer Mitarbeiter des nordafghanischen Klinikums zu übernehmen. Ziel ist, die medizinische Versorgung der Bevölkerung in den nördlichen Provinzen Afghanistans zu verbessern. Durch die Beherrschung minimalinvasiver Behandlungsmethoden sind die Ärztinnen und Ärzte in der Lage, Krankheiten frühzeitig zu diagnostizieren und den Patientinnen und Patienten schwere Operationen zu ersparen.

Ein englischsprachiger Arzt des Balkh-Krankenhauses steht interessierten Vertreterinnen und Vertretern der Medien heute noch für Interviews zur Verfügung.

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