Pressemitteilung

19.02.2014

Charité koordiniert deutschlandweiten Forschungsverbund zu Suchterkrankungen

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Die CharitéUniversitätsmedizin Berlin ist an sieben von neun Verbünden des neuen BMBF-geförderten Forschungsnetzes zu psychischen Erkrankungen beteiligt. Dabei wird der Bereich „Suchterkrankungen“ von der Charité koordiniert. Das bundesweite Forschungsnetz wird mit insgesamt 35 Millionen Euro gefördert. In den kommenden vier Jahren sollen die Ursachen, die Diagnostik und die Therapien von psychischen Erkrankungen intensiv erforscht werden.

Die sieben Forschungsverbünde, an denen die Charité beteiligt ist, beschäftigen sich mit Depressionen, Autismus, Schizophrenie, Angststörungen, bipolaren Störungen und krankheitsübergreifenden Therapien. Zudem koordiniert die Charité den Forschungsverbund „Suchterkrankungen“. Das Team um Prof. Dr. Andreas Heinz, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Campus Charité Mitte, erforscht die Früherkennung und die Intervention von Abhängigkeiten, insbesondere von Nikotin und Alkohol. „Primäres Ziel ist die Verbesserung der Versorgung für abhängige Menschen. Hierzu wollen wir unter anderem effizientere Zugangswege zum Gesundheitssystem erforschen“, erklärt Prof. Heinz. Darauf aufbauend sollen neue Therapiemöglichkeiten überprüft werden, beispielsweise die Nutzung von Internet-basierten Strategien. Begleitend soll die Bedeutung sozialer Einflussfaktoren, etwa Migration oder soziale Ausgrenzung, auf den Krankheits- und Therapieverlauf untersucht werden.

Im Rahmen des Forschungsverbunds "Depression" führt das Team um Prof. Dr. Isabella Heuser-Collier, Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Campus Benjamin Franklin, als großes innovatives pharmakologisches Teilprojekt eine klinische Studie durch, die die Effizienz des Wirkstoffs Minocyclin bei der Behandlung von Depressionen überprüfen soll. „Dieses Antibiotikum wird bisher gegen Infektionen eingesetzt, ist aber möglicherweise auch für die Behandlung von Depressionen speziell bei Patientinnen und Patienten geeignet, die bislang als therapieresistent galten“, sagt Prof. Heuser-Collier.

Der Auswahlprozess für das Forschungsnetz erfolgte in einem zweistufigen Prozess durch ein internationales Gutachtergremium. Aus insgesamt 46 Anträgen wurden 9 Forschungsverbünde zu den folgenden Schwerpunkten zur Förderung empfohlen: Depression, Bipolare Störungen, Schizophrenie, Angststörungen, Suchterkrankungen, Autismus, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHD), Psychotische Störungen und Krankheitsübergreifende Therapien.

Links

Öffnet externen Link im aktuellen FensterKlinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Campus Benjamin Franklin

 

Öffnet externen Link im aktuellen FensterKlinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Campus Charité Mitte

Kontakt

Prof. Dr. Isabella Heuser-Collier
Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Campus Benjamin Franklin
t: +49 30 8445 8701

Prof. Dr. Andreas Heinz
Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Campus Charité Mitte
t: +49 30 450 517 002



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