Pressemitteilung

12.06.2020

Charité erreicht ausgeglichenes Jahresergebnis 2019

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Der Vorstand der Charité. Foto: Peitz/Charité
Die Charité. Foto: Peitz/Charité.

Die CharitéUniversitätsmedizin Berlin hat mit 0,1 Millionen Euro zum neunten Mal in Folge ein positives Jahresergebnis erzielt. Das ausgeglichene Ergebnis konnte trotz zahlreicher Kostensteigerungen und zusätzlicher Belastungen erreicht werden. Der Aufsichtsrat der Charité hat den Jahresabschluss in seiner heutigen Sitzung zur Kenntnis genommen.

Das Jahr 2019 war geprägt von Kontinuität und Neuanfang, zugleich wurden wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. So übergab nach elf Jahren an der Spitze von Europas größtem Universitätsklinikum Prof. Dr. Karl Max Einhäupl am 1. September den Staffelstab an seinen Nachfolger, den Pharmakologen Prof. Dr. Heyo K. Kroemer. Zudem hat das Abgeordnetenhaus im Herbst mit der Novellierung des Berliner Universitätsmedizingesetzes wichtige strukturelle Neuerungen bezüglich der Zusammensetzung der Charité-Organe und Gremien auf den Weg gebracht.

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin und Aufsichtsratsvorsitzender der Charité, erklärt: „2019 war in vielerlei Hinsicht ein bewegendes und höchst erfolgreiches Jahr für die Charité. Neue Initiativen wie die Integration des BIH, der Aufbau des universitären Herzzentrums und die Stärkung der Zusammenarbeit mit Vivantes werden unseren gesamten Gesundheitsstandort dauerhaft prägen. Man kann die Bedeutung der Charité für Berlin und für ganz Deutschland nicht oft genug und nicht stark genug betonen. Sie leistet im Alltag und in Krisenzeiten herausragende Arbeit, dafür danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. So wie sie uns helfen, die Corona-Pandemie zu meistern, so wird auch Berlin in diesem turbulenten Jahr fest an der Seite der Charité stehen."

Als einen der ersten Schritte im Amt initiierte der neue Vorstandsvorsitzende den Strategieprozess 2030 mit dem Ziel, gemeinsam mit den Beschäftigten und Studierenden eine wegweisende Strategie für die nächsten zehn Jahre in Forschung, Lehre und Krankenversorgung zu erarbeiten. Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité, betont: „Die Charité hat es erneut geschafft, gegen den Trend der meisten deutschen Universitätskliniken, ein ausgeglichenes Jahresergebnis zu erzielen. Dies ist vor allem der außergewöhnlichen Leistung und dem herausragenden Engagement aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken. In diesem Jahr haben sich die Rahmenbedingungen durch die Corona-Krise fundamental geändert, was mit Sicherheit starke Auswirkungen auf das wirtschaftliche Ergebnis der Charité 2020 haben wird.“

Als wichtige strukturelle Entscheidung wurden 2019 die Pläne für ein gemeinsames Herzzentrum der Charité und des Deutschen Herzzentrums Berlin (DHZB) konkreter: Nach den Investitionen des Landes in Höhe von mehr als 286 Millionen Euro steuert der Bund weitere 100 Millionen Euro für den geplanten Neubau bei. Inzwischen steht fest: Die universitäre Herz-Kreislaufmedizin in Berlin wird in einem Deutschen Herzzentrum der Charité (DHZC) gebündelt werden, das Teil der Charité sein wird und zugleich über ein hohes Maß an organisatorischer und wirtschaftlicher Selbstständigkeit verfügen soll.

Astrid Lurati, Vorstand Finanzen und Infrastruktur der Charité, erläutert die Einflussfaktoren auf das Jahresergebnis: „Im Jahr 2019 hat die Charité erneut ein positives Jahresergebnis erzielt, zu dem diverse Effekte beigetragen haben. Eine erfreuliche Entwicklung hat sich bei den Umsatzerlösen eingestellt, die gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen sind und damit abermals die Attraktivität der Charité als Gesundheitsversorgerin ausdrücken. Gleichzeitig ist es gelungen, die Aufwendungen trotz des erheblichen Personalaufbaus sowie der Tarif- und Preissteigerungen aufzufangen. Das sich daraus ergebende robuste positive operative Ergebnis ist angesichts des anhaltend schwierigen Marktumfelds und der für Universitätskliniken herausfordernden Vergütungssystematik ein großer Erfolg für die Charité.“

Eine weitere wegweisende Entscheidung für die Charité war der Beschluss, das Berlin Institute of Health (BIH) in das Universitätsklinikum zu integrieren. Mit der im Juli 2019 unterzeichneten Verwaltungsvereinbarung gehen der Bund und das Land Berlin wissenschaftspolitisch neue Wege, um die Translation von Forschungsergebnissen im Interesse der Patientinnen und Patienten zu verbessern. Das BIH wird ab 2021 neben dem Klinikum und der Medizinischen Fakultät dritte Säule der Charité.

Prof. Dr. Axel R. Pries, Dekan der Charité, fasst die Leistungen der Fakultät zusammen, zu denen als besondere Erfolge die Förderung der Berlin University Alliance (BUA) als Verbund im Exzellenzstrategie-Wettbewerb des Bundes und der Länder sowie der neue Rekord bei den Drittmitteleinnahmen zählen: „Die Drittmitteleinnahmen 2019 belaufen sich auf 179,1 Millionen Euro. Dieser Wert stellt einen neuen Maximalwert für die Charité dar, der die Exzellenz der Forschung dokumentiert und auch einen erheblichen Beitrag zur wissenschaftlichen Entwicklung Berlins leistet. Dies wurde möglich durch kontinuierlichen Einsatz und herausragende Qualität der gesamten Fakultät der Charité. Wir hoffen auch in Zukunft diesen so positiven Kurs weiter halten zu können. Die herausragende Forschungsstärke der Berliner Universitätsmedizin spiegelt sich auf nationaler Ebene in der Beteiligung an 21 DFG-Sonderforschungsbereichen und international in 19 EU-Projekten wider.“

Im Rahmen der baulichen Maßnahmen konnten 2019 beispielsweise 4,8 Millionen Euro für die Sanierung der Psychiatrie am Campus Charité Mitte sowie 6,4 Millionen Euro für die Errichtung der Charité Campus-Klinik Süd (CCKS) investiert werden. Die CCKS am Campus Benjamin Franklin besteht aus 71 Modulen und soll ab Sommer 2020 die ersten Pflegestationen während der Modernisierungsmaßnahmen im Hauptgebäude beherbergen.

Prof. Dr. Ulrich Frei, Vorstand Krankenversorgung der Charité, hebt die Leistungen der Beschäftigten hervor, die im vergangenen Jahr rund 154.000 stationäre und teilstationäre Fälle sowie 700.800 ambulante Fälle versorgt haben: „Medizin im Jahr 2019 bedeutet die bestmögliche Patientenversorgung, verbunden mit größtmöglicher Patientensicherheit. Dafür leisten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Bereichen, aber insbesondere in den Kliniken, jeden Tag hervorragende Arbeit.“ Er ergänzt: „Wir wollen gute Medizin für die Menschen in unserer Stadt und der Region – dafür wollen wir Expertisen bündeln und haben beispielsweise die Kooperation mit Vivantes intensiviert.“

Die Charité engagiert sich verstärkt auch für den Klimaschutz und sichert in der am 1. April unterzeichneten Klimavereinbarung mit dem Land Berlin zu, die Kohlendioxidemissionen bis Ende 2028 um mindestens 20 Prozent, also rund 25.000 Tonnen zu reduzieren. Erreicht werden soll dies mit baulichen und technischen Maßnahmen, dem Ausbau der erneuerbaren Energien, nachhaltiger Mobilität, dem Green-IT-Programm sowie der Stärkung des Umweltbewusstseins der Beschäftigten und Studierenden.

CharitéUniversitätsmedizin Berlin
Die CharitéUniversitätsmedizin Berlin ist mit rund 100 Kliniken und Instituten an 4 Campi sowie 3.001 Betten eine der größten Universitätskliniken Europas. Forschung, Lehre und Krankenversorgung sind hier eng miteinander vernetzt. Mit Charité-weit durchschnittlich rund 15.500 und konzernweit 18.700 Beschäftigten aus über 100 Nationen gehört die Berliner Universitätsmedizin zu den größten Arbeitgeberinnen der Hauptstadt. Dabei waren 4.553 der Beschäftigten im Pflegebereich und 4.454 im wissenschaftlichen und ärztlichen Bereich tätig. An der Charité wurden im vergangenen Jahr 154.261 voll- und teilstationäre Fälle sowie 700.819 ambulante Fälle behandelt. Im Jahr 2019 hat die Charité Gesamteinnahmen von rund 2,0 Milliarden Euro, inklusive Drittmitteleinnahmen und Investitionszuschüssen erzielt. Mit den 179,1 Millionen Euro eingeworbenen Drittmitteln erreichte die Charité einen erneuten Rekord. An der medizinischen Fakultät, die zu den größten in Deutschland gehört, werden mehr als 8.000 Studierende in Humanmedizin, Zahnmedizin sowie Gesundheitswissenschaften ausgebildet. Darüber hinaus gibt es 644 Ausbildungsplätze in 9 Gesundheitsberufen.

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Manuela Zingl
Unternehmenssprecherin
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 570 400



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