Pressemitteilung

30.06.2011

Charité bekommt 10.000. Förderzusage

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Neues lasergestütztes Operationssystem wird entwickelt

Die CharitéUniversitätsmedizin Berlin stellt ein weiteres Mal die exzellente Forschung unter Beweis. Aus dem Mittelstandsförderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums erhielten Forscher der Klinik für Urologie eine Förderzusage zur Entwicklung eines speziellen Operationslasers. Die klinische Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass lasergestützte Operationsverfahren sich in der Urologie und Gynäkologie bewährt haben. Für die Therapie von gut- und bösartigen Gewebsneubildungen wie bspw. an Harnorganen, Prostata, Darm und Uterus sind für den Patienten besonders zuverlässige wie schonende medizintechnische Verfahren notwendig. In den engen wie sensiblen Organbereichen ist die Gefahr der Verletzung oder Perforation von angrenzendem Gewebe sehr groß. Um aber feingezielt und risikoarm im Urogenitalbereich operieren zu können, müssen neue Lasersysteme entwickelt werden, die bislang nicht auf dem Markt sind.

Das medizinische Fachwissen wie solch ein neues Lasersystem aussehen kann, kommt vom Spezialistenteam um Prof. Dr. Kurt Miller und OA Dr. Jörg Neymeyer der Klinik und Hochschulambulanz der Charité. „Das Besondere an diesem Laser wird sein, so Dr. Neymeyer, dass zukünftig bspw. Nierenbeckentumore sehr schonend behandelt werden können, dass die Niere dann erhalten bleibt. Damit steigt die Lebensqualität für die Patientinnen und Patienten enorm an, da eine Dialyse vermieden wird.“

Unterstützt werden die Mediziner von der Limmer Laser GmbH, einem mittelständischen Unternehmen, das innovative medizintechnische Lasersysteme entwickelt. Die Charité-Experten und die Ingenieure der Limmer Laser GmbH haben sich einen ambitionierten Zeitplan gestellt. Denn gemeinsam wollen sie bis Mitte 2013 den ersten Prototyp entwickelt haben. Schwerpunkt bei der Entwicklung des neuen Laser-Operationsinstruments werden die speziellen Präzisionsapplikatoren und die Lasereinheit sein, die zielgerichtete Eingriffe in engen und langegestreckten Hohlorganen ermöglichen.

Damit solche Projekte schnell und erfolgreich umgesetzt werden können, fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) branchenoffen Forschungsvorhaben und Kooperationen. Nun hat die Kooperation aus Charité und Limmer GmbH eine Förderzusage bekommen, um ein lasergestütztes endoluminales Operationssystem zur minimalinvasiven superfiziellen Weichgewebsdestruktion zu entwickeln.

Auf dem 18. Innovationstag Mittelstand des BMWi am 30. Juni 2011 in Berlin präsentieren sich auf einer Leistungsschau Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus allen Bundesländern. Dort wird dann in feierlichem Rahmen der Zuwendungsbescheid an die Kooperationspartner Charité und Limmer GmbH überreicht. Sie bekommen die 10.000. Förderzusage aus dem bekanntesten Förderprogramm des BMWi.

Links

Nähere Informationen zum Projekt und zur Veranstaltung finden Sie hier: www.zim-bmwi.de/erfolgsbeispiele/zim-erfolgsbeispiele-koop

Kontakt

OA Dr. Jörg Neymeyer
Leiter der Urogynäkologie
Klinik und Hochschulambulanz für Urologie
Campus Benjamin Franklin
t: +49 30 8445 2598



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