Pressemitteilung

27.06.2008

Charité begrüßt Bericht von PricewaterhouseCoopers

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Keinerlei Hinweise auf Zweckentfremdung des Landeszuschusses

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers hat jetzt Ihren Bericht über die Kooperation der Charité mit der HELIOS Kliniken GmbH am Campus Berlin-Buch vorgelegt. „Aus dem Bericht lässt sich nicht herleiten, dass Mittel aus dem Landeszuschuss für Forschung und Lehre zweckentfremdet wurden“, sagt der Vorstandsvorsitzende Prof. Detlev Ganten. „Das bestätigt unsere Position, dass es keine Quersubventionierung in Buch gegeben hat.“ Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung hatte auf Wunsch des Vorstandes und des Aufsichtsrates der Charité diesen Bericht in Auftrag gegeben. Er befasst sich mit den Leistungsbeziehungen sowie der Kostenerstattung zwischen Charité und Helios in Berlin-Buch vom Trägerwechsel am 1. Juni 2001 bis zum 31. Dezember 2007. Die Prüfung bezieht sich auf ein Vertragswerk aus 2001, lange vor der letzten Fusion der Charité.

Sofort nach der Amtsübernahme 2004 und nach der Verabschiedung des Universitätsmedizingesetzes Berlin am 5. Dezember 2005 hatte der jetzige Vorstand grundsätzliche Strukturfragen auch in Berlin-Buch aufgegriffen und auf der Basis bestehender Verträge optimiert. Die Leistungsbeziehungen wurden noch 2004 durch die Innenrevision geprüft; es wurden keine Beanstandungen gefunden. 2005 wurden die Strukturen der klinischen Forschung von einer internationalen Kommission evaluiert und sehr gut bewertet. Vorgeschlagen wurde eine neuartige Struktur der Translationsforschung, das Experimental Clinical Research Center (ECRC) in Berlin-Buch. Dieses ECRC wurde im Januar 2007 realisiert. Die ECRC-Verträge sind die neue Basis für die Zusammenarbeit in Berlin-Buch.

Das ECRC, das in einer ersten Förderphase mit einem Gesamtvolumen von ca. 45 Millionen bis 2011 durch die Charité, das MDC und die Helmholtz-Gemeinschaft finanziert wird, hat bereits wesentliche Verbesserungen in Strukturen und Prozessen gebracht. „Der Bericht der Wirtschaftsprüfer unterstützt diese Erkenntnisse und gibt hilfreiche Hinweise, die wir bei der weiteren Optimierung berücksichtigen werden“, sagt Dekan Prof. Martin Paul. „So werden wir z.B. daran arbeiten, die Kosten- und Leistungsbeziehungen an der Schnittstelle Krankenversorgung, Forschung und Lehre noch trennschärfer darzustellen.“ Auch Anpassungen des Kooperationsvertrages mit HELIOS könnten dabei notwendig werden.

Die Kooperation mit HELIOS dürfe man aber auf keinen Fall in Frage stellen. „Die Gesundheitsforschung in Berlin-Buch hat wesentliche Impulse für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt Berlins gegeben“, zitiert Ganten aus einer Studie des DIW Berlin. Die ökonomischen Effekte ließen sich pro Jahr auf 320 Millionen Euro quantifizieren. Dadurch würden rund 3.000 Berliner Arbeitsplätze außerhalb des Standortes gesichert. „Die Zusammenarbeit mit HELIOS war der einzige Weg für das Land in finanziell schwierigen Zeiten, die Zukunft des Standortes Berlin- Buch zu sichern“, erläutert Ganten. „Wer jetzt die Zahlen des DIW liest, weiß, dass dieser Weg der richtige war und ist. Jede andere Entscheidung hätte der Gesundheitsstadt Berlin erheblichen Schaden zufügt. “

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Kerstin Endele

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