Pressemitteilung

22.11.2012

Unabhängiges, externes Experten-Team beginnt mit der Arbeit

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Brigitte Zypries, Julia von Weiler, Udo Nagel, Sylvester von Bismarck sowie Günther Brenzel sind an Bord und werden von interner Arbeitsgruppe unterstützt

Hierzu erklärt der Vorstandsvorsitzende der CharitéUniversitätsmedizin Berlin Prof. Karl Max Einhäupl:

Gestern Abend habe ich in einem persönlichen Brief an alle Mitarbeiter der Charité zu den aktuellen Missbrauchsvorfällen in der Rettungsambulanz der Kinderklinik Stellung genommen. Heute Morgen sind auf einer Klinikdirektoren-Konferenz die Ärzte persönlich informiert und aufgefordert worden, ihre Mitarbeiter über die aktuellen Vorgänge aufzuklären.

Wir wollen die zügige und transparente Aufklärung der ungelösten Vorgänge konsequent durchführen und kooperieren dabei eng mit den Ermittlungsbehörden.

Dabei setzen wir auf ein heute eingesetztes, unabhängiges Experten-Team. Aufgabe des rein aus externen, ausgewiesenen und kompetenten Fachleuten besetzten Aufklärungsteams soll die Erforschung der Ursachen sein, die zu den bisher ungeklärten Fällen von Missbrauch an der Charité in der Vergangenheit geführt haben. Dabei geht es vor allem um die Frage, welche Strukturen innerhalb der Charité solche entsetzlichen Vorgänge begünstigt bzw. erst möglich gemacht haben. Darüber hinaus wird es zu ihren Aufgaben gehören, ein umfängliches internes Schutzkonzept zu erstellen.

Dieses Expertenteam wird frei und unabhängig arbeiten und uneingeschränkten Zugang zu allen Unterlagen, Akten, Vermerken etc. erhalten. Bei seiner Arbeit genießt das Expertenteam die volle Unterstützung der Charité, hierzu wird ein internes Charité-Team diesen Experten zur Verfügung und zur Seite stehen.

Selbstverständlich wird hierbei die Vertraulichkeit und der Datenschutz, insbesondere der Patientinnen und Patienten sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, gewährleistet.

Im Zusammenhang mit den Missbrauchsvorwürfen haben wir ab sofort eine Telefon-Hotline geschaltet. Um den Berlinerinnen und Berlinern und darüber hinaus auch der gesamten Öffentlichkeit den neuen Service bekannt zu machen, wird die Charité am kommenden Samstag, den 24. November 2012, in allen Berliner Tageszeitungen hierzu Anzeigen schalten.

Anlässlich des aktuellen Missbrauchsvorwurfs haben wir für besorgte Eltern, Patienten und Mitarbeiter folgende Hotline eingerichtet: Telefon (030) 450 550 500, täglich von 8 bis 20 Uhr

Kontakt

Manuela Zingl
GB Unternehmenskommunikation
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 570 400



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