Pressemitteilung

10.04.2008

Buchpräsentation: „Die Charité im Dritten Reich“

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Die Charité - Universitätsmedizin Berlin hat jetzt ein Buch zur Rolle der Klinik im Dritten Reich vorgelegt. Darin wird aus verschiedenen Blickwinkeln analysiert, wie die medizinische Wissenschaft dem Regime zu Diensten war. „Rassenforschung, Menschenversuche, Zwangssterilisationen und Selektionen – die charakteristischen Verbrechen des Nationalsozialismus - wären ohne Beihilfe von Medizinern nicht möglich gewesen“, sagen die  Herausgeber Udo Schagen und Sabine Schleiermacher vom Institut für Geschichte der Medizin. Das Buch ist die Zusammenfassung einer Ringvorlesung an der Charité aus den Jahren 2006 und 2007. Die Autoren beschäftigen sich unter anderem mit der Mitgliedschaft von Charité-Vertretern in NS-Organisationen, spüren dem Schicksal von Wissenschaftlern nach, die aus rassischen Gründen entlassen wurden und beleuchten die Indienstnahme der Wissenschaft für die Ziele nationalsozialistischer Gesundheits- und Hochschulpolitik.
Die Herausgeber präsentieren ihr Buch am 17. April 2008 um 16.30 Uhr im Kleinen Hörsaal, Ebene 1, Luisenstrasse 13. Prof. Detlev Ganten, der Vorstandsvorsitzende der Charité, wird ins Thema einführen. Journalisten sind herzlich eingeladen. Um Anmeldung per E-mail unter udo.schagen(at)charite.de wird gebeten.

Kontakt:
Dr. Udo Schagen
Institut für Geschichte der Medizin
t: +49 30 8300 9220



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