Pressemitteilung

06.09.2012

Ausstellung ehrt vertriebene Berliner Ärzte

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Eine neue Ausstellung zeigt die Lücken, die die nationalsozialistische Verfolgung im nachbarschaftlichen Miteinander und in der medizinischen Versorgung Berlins hinterlassen hat. In der Ausstellung „Jüdische Ärzte in Schöneberg – Topographie einer Vertreibung“ wird auch Prof. Abraham Buschke gewürdigt, der von 1906 bis 1933 Chefarzt in der Abteilung für Haut- und Geschlechtskrankheiten des ehemaligen Rudolf-Virchow-Krankenhauses war, dem heutigen Campus Virchow-Klinikum der CharitéUniversitätsmedizin Berlin. Nachdem Prof. Buschke dort nicht mehr arbeiten durfte, war er ehrenamtlich im Krankenhaus der Jüdischen Gemeinde Berlin tätig. 1942 wurde Prof. Abraham Buschke in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo er kurze Zeit später verstarb. In der Ausstellung, zu der auch die Charité beigetragen hat, steht der Lebenslauf Prof. Buschkes gemeinsam mit den Biografien elf weiterer Mediziner stellvertretend für das Schicksal von über 2.000 vertriebenen Berliner Ärzten. Philip D. Murphy, amerikanischer Botschafter und Schirmherr, wird die Ausstellung eröffnen. Außerdem spricht die Kuratorin Dr. Ruth Jacob vom Institut für Geschichte der Medizin an der Charité zur Eröffnung über ihre Forschungen in New York und die Entstehungsgeschichte der Ausstellung.

Die Ausstellungseröffnung findet am Sonntag, den 9. September um 14 Uhr im Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz 1 in 10825 Berlin statt. Interessierte sowie Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.

Die Ausstellung ist vom 10. September bis zum 7. Oktober täglich außer freitags von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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Kontakt

Dr. Ruth Jacob
Institut für Geschichte der Medizin
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 2100 5330



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